Meinung

Magdeburg zeigt das Totalversagen der deutschen Asylpolitik

Magdeburg zeigt das Totalversagen der deutschen Asylpolitik
Attentäter von Magdeburg: Taleb Al Abdulmohsen

Was immer im kranken Hirn des Magdeburger Attentäters Taleb Abdelmohsen vorgegangen sein mag, wie immer seine Motivlage war, eines steht jetzt schon definitiv fest: Am Ende war auch hier das übliche Totalversagen des deutschen Staates hauptursächlich für den Horror, der bislang fünf Menschen das Leben kostete.


von Daniel Matissek

All die vorlauten, scheinbar triumphierenden Stimmen aus Politik und Medien, die seit heute früh frohlockten, dass der Magdeburger Terroranschlag den Rechten nun doch kein Ausschlachtungspotenzial liefere, weil der Täter ja gerade kein Muslim, sondern ein Islam-Aussteiger sei, der ganz im Gegenteil sogar der AfD nahegestanden habe, wären gut beraten, zu schweigen – und das, was Georg Danzer einst als “Tschurifetzen“ besang, wieder einzupacken. Denn inzwischen ist klar, dass auch dieser Anschlag ohne die verantwortungs- und rechtdeutsche Asyl- und Migrationspolitik nie möglich gewesen wäre. Keine 15 Stunden hat es gedauert von “der Täter war den Behörden nicht bekannt“ bis zur Enthüllung des exakten Gegenteils: Er war im Gegenteil alles andere als unbekannt oder ein unbeschriebenes Blatt.

Bereits 2013 war Abdelmohsen vom Amtsgericht Rostock verurteilt worden – wegen “Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten”. Der damals von Hartz 4 lebende, hier ausgebildete Arzt aus Saudi-Arabien, der 2006 per Visum mit anschließender unbefristeter Aufenthaltserlaubnis nach Deutschland gekommen war, hatte zuvor mit Anschlägen und Angriffen auf Deutsche gedroht. Außer 90 Tagessätzen blühte ihm dafür nichts – schon gar keine Abschiebung. Als dann Angela Merkels krimineller Wahnsinn von 2015 die “Willkommenskultur” schuf, brachen in Deutschland alle Dämme – an den Grenzen und auch innerhalb der Behörden: 2016, drei Jahre nach seiner gerichtsfesten Überführung als Gefährder, beantragte Abdelmohsen offiziell Asyl – und erhielt es prompt, in einer selbst für damalige Verhältnisse bemerkenswert kurzen Zeitspanne von vier Monaten. Eine von ihm behauptete, ihm vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ungeprüft abgekaufte angebliche “Bedrohung” durch einen Kulturattaché der saudischen Botschaft reichte dafür anscheinend aus.

2006 offenbar nach Vergewaltigung nach Deutschland geflohen

Die ebenfalls von Abdelmohsen vorgebrachte vorgebliche Abkehr vom Islam (“Glaubensabfall in einem wahhabitischen Staat”, so der interne Behördenvermerk beim BAMF) überwog dann wohl letzte Sicherheitsbedenken, sofern es solche überhaupt gab. Nicht einmal die wahren Gründe, aus denen Abdelmohsen einst aus Saudi-Arabien nach Deutschland ging, wurden damals untersucht, obwohl man hier hätte stutzig werden können: Tatsächlich nämlich war dieser 2006 nicht als Dissident gekommen, auch nicht zum honorigen Zweck seiner Fachärzteausbildung im gelobten Land, um hier später als Fachkraft zu dienen – sondern er floh offenbar vor der saudischen Justiz, nachdem