Meinung

Rassismus in Deutschland: „Jeder Schuss ein Russ!“

Rassismus in Deutschland: „Jeder Schuss ein Russ!“
Wladimir Putin und Valery Gergiev

Der neue Rassismus in Deutschland. Politik und Medien betreiben eine Anti-Russen-Hetze, die über jede politische Gegnerschaft hinausgeht. Die Schallmauer zum Rassismus ist durchstoßen.

von Manfred Ulex

Nie wieder Diskriminierung oder Ausgrenzung von Menschen, egal welcher Herkunft! – So lautet eine Hauptforderung des Mainstreams. Klingt gut, aber was kaum auffällt: Die Diskriminierungslust und das Schablonendenken sind damit nicht verschwunden. Es gab lediglich eine Verlagerung. Neben rassistischem Selbsthass gegen Weiße entstanden neue Spaltungskriterien. Das Inquisitionstribunal fragt nicht mehr nach der Haut-, sondern nach der politischen Farbe. Auf Opposition steht sozialer Tod. Auch das Verweigern biopolitischer Impfaktionen avancierte jüngst zum Selektionskriterium.

Kurzum, der Rassismus-Ersatz fand schnell neue «Schwarze», zuletzt die Querdenker. Der Russland-Ukraine-Konflikt erweiterte die Tschandala-Gruppierungen um sogenannte #Putinknechte. Denen hilft selbst das Beschweigen ihrer oppositionellen Meinung nicht mehr. Nein, der Mainstream verlangt das laute Bekenntnis zu den Werten der politischen Korrektheit. Wer sich bloß still verhält, ist schon ein Verräter.

Der Sturz von Gergiev

Die Münchener Philharmonie spielte seit Jahren unter Leitung des Dirigenten Valery Gergiev. Und das mit großem Erfolg. Seine Qualifikation ist unbestritten. Schon bei Gergievs Start im Jahre 2015 jubelte die Süddeutsche Zeitung: «Der Russe könnte das Orchester zur Weltspitze führen.» Der Russe… Diese Herkunft und sein Ruf als Befürworter Wladimir Putins führten zur Kollision mit den bajuwarischen Machthabern.

Zwar hatte der Dirigent kein Wort über den Russland-Ukraine-Konflikt geäußert. Genau das aber – siehe oben – reichte nicht. Also setzte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) ihm ein Ultimatum. Doch der Erpresste schwieg weiterhin. Reiter schäumte: Gergiev habe auf den Appell, «sich eindeutig und unmissverständlich von dem brutalen Angriffskrieg zu distanzieren, den Putin gegen die Ukraine und nun insbesondere auch gegen unsere Partnerstadt Kiew führt», nicht reagiert. Urteil: Entlassung. Fristlos.

Bei so viel Wokeness wollte auch der Intendant der Hamburger Elbphilharmonie, Christoph Lieben-Seutter, nicht zurückstehen und strich sämtliche Auftritte des Russen in seinem Schickimicki-Kulturpalast: «Infolge des anhaltenden Schweigens zur russischen Invasion in der Ukraine von Valery Gergiev sind die an Ostern geplanten beiden Konzerte mit ihm und dem Orchester des Mariinski-Theaters in der Elbphilharmonie nunmehr abgesagt.»

Schlimmer noch: Gergievs Münchener Agentur Felsner Artist hatte bereits geahnt, dass der Dirigent dem Statement-Zwang nicht nachkommen würde. Ergo kündigte sie schon vor Ablauf des Ultimatums seinen Vertrag. Zum Abschied gab’s Honig ums Maul: Agenturchef Marcus Felsner gestand, Gergiev als «einen der größten Dirigenten unserer Zeit» und als visionären Künstler zu schätzen, «den viele von uns lieben und bewundern». Aber: «Ich rechne persönlich