Ein deutscher Journalist spricht öffentlich davon, dass möglichst viele Russen sterben sollten – und der große Aufschrei bleibt aus. Der Fall des FAZ-Korrespondenten Michael Martens wirft eine verstörende Frage auf: Wie tief sitzt der Hass auf Russland inzwischen im deutschen Medienbetrieb – und warum scheint ausgerechnet bei Russen plötzlich erlaubt, was bei jeder anderen Volksgruppe einen Skandal auslösen würde?
von Wladislaw Sankin
9. August 2026. Merken wir uns dieses Datum. An diesem Tag wurde das wichtigste mediale Tabu gebrochen. Vor den Augen der ganzen Welt beging ein deutscher Bürger journalistischen Amoklauf. In eine Frage verpackt, brachte er seine verrückten Auslöschungswünsche zum Ausdruck. Er wünsche einer unbestimmten Anzahl von Menschen einer bestimmten Nation den Tod. Indirekt forderte er sogar zu weiteren Taten auf, indem er sagte, dass etwas getan werden müsste, damit viele von diesen Menschen sterben. Der Journalist heißt Michael Martens und er sprach nicht nur im Namen seiner Zeitung, der angesehenen Frankfurter Allgemeinen Zeitung, sondern “aller Europäer”.
Da er etwa nicht Israelis oder sonst irgendwem den Tod wünschte, sondern “nur” Russen, blieb eine öffentliche, von Politik getragene Empörung aus. Eingetreten war sogar das Gegenteil. Der Journalist verteidigte sein Anliegen mehrfach in noch schärferen Formulierungen. Sein gesamter X-Kanal erwies sich bei genauerer Betrachtung als andauernder virtueller Mordrausch. Und sein Arbeitgeber, die angesehene FAZ, ließ ihn gewähren. Sie stellte sich grundsätzlich hinter den Amok-Journalisten und sagte, dass Russland selbst an allem schuld sei. Den Russen wurde nur ein Knochen hingeworfen – die Ansicht, dass so viele russische Soldaten wie










