Linksextreme Spinner wollen den stockschwulen Barden und Impfbefürworter Hape Kerkeling zum Bundespräsidenten machen. Erschreckend: Eine entsprechende Petition hat bereits über 50.000 Unterzeichner.
Die seit einigen Wochen andauernde Farce um eine Nominierung von Hape Kerkeling als Bundespräsident geht weiter – und offenbart nicht nur das Ausmaß des Irrsinns in diesem Land, sondern auch den Größenwahn Kerkelings. Eine Online-Petition der linksextremen Agitationspattform „Campact“ unter dem Titel „Hape Kerkeling als Bundespräsident“ hat bislang über 50.000 Unterstützer erhalten. In einem Podcast bestätigte Kerkeling nun erneut, dass er sich das Amt des deutschen Staatsoberhaupts durchaus zutraue: „Wenn ich so in die Welt schaue und mir angucke, wer in der Welt in führenden Positionen das Sagen hat, dann bin ich geneigt zu sagen: Ja, das traue ich mir zu“; man sei “fast gezwungen” dazu, wenn man sich anschaue, was in den USA, aber auch in Bulgarien oder der Slowakei passiere. Was Kerkeling damit meint, sind demokratische Wahlergebnisse zugunsten bürgerlicher, nichtlinker, patriotischer Politiker und Parteien – ein Unding für linke Kulturschaffende und Regierungshofschranzen des Staatsfernsehens in ihrer autoritären, antidemokratischen Grundgesinnung. Leider gehört auch der einst begnadet-subversive und erfrischend unangepasste Kerkeling inzwischen zu dieser neuen Reichskulturkammer der deutschen Moralweltmeister – und nur deshalb wurde er von Ideologen im linken Lager der davonschwimmenden Felle als neues Staatsoberhaupt ins Gespräch gebracht: Man hofft, nach einer Negativserie ausnahmslos gescheiterter Flaschen einen politikfremden Promi installieren zu können, von dessen (wenngleich) verblassendem Glanz und Popularität man vielleicht profitieren kann.
Mit seinem ganz und gar nicht uneitlen Sermon beweist Kerkeling – der sich optisch sowieso zunehmend Frank-Spalter Steinmeier annähert –, dass er für diesen Rollenwechsel, der eigentlich gar keiner wäre, durchaus zu haben ist. Dazu passt auch seine lächerliche Selbststilisierung zum angeblichen Opfer, der für seine “Courage” einen hohen Preis zu zahlen habe: “Theoretisch“, faselte er in grenzenloser Selbstgefälligkeit und der für Haltungskünstler wie ihn typischen Wehleidigkeit, sei er ja im Internet schon für all das, was er gesagt habe, „gelyncht“ worden, vor allem, seit er sich “offen gegen Rechts” positioniere. Denn: „Da tobt wirklich ein Stellvertreterbürgerkrieg, den wir Gott sei Dank auf den Straßen noch nicht ausfechten“, so Kerkeling. Wer in diesem Krieg die wahren Täter und Opfer sind (vor allem bei realer körperlicher, nicht “virtueller” oder “verbaler” wenn Gewalt!) scheint zu ihm noch nicht durchgedrungen zu sein.
Penetranzlevel fast wie Grönemeyer und Böhmermann
Kerkeling beschwört, wie wichtig es sei, seine Meinung zu sagen (was natürlich besonders wohlfeil ist, wenn man zufällig stets die von Mainstream und Politik erwünschte Meinung vertritt). Dieses Recht gesteht aber natürlich nur sich selbst und denen zu, die seine Ansichten teilen. Seit Jahren gefällt er sich in der Rolle des obersten politisch-moralischen Lehrmeisters der Nation und hat dabei ein Penetranzlevel knapp an medialen Brechmitteln wie Grönemeyer oder Böhmermann erreicht: Unablässig hetzt er gegen die AfD-Opposition, US-Präsident Donald Trump und überhaupt jede rechts-konservative Politik und plärrt bei jeder unpassenden Gelegenheit die angebliche Wiederkehr der Nazis herbei. Dabei ist der inzwischen mehr beleibte als beliebte einstige Komiker nichts anderes als ein weiterer völlig abgehobener wohlstandslinker Multimillionär, der sich in seinem Wolkenkuckucksheim Lichtjahre von der Realität im Land entfernt hat.
Seine große Zeit hatte Kerkeling als Kabarettist, Sprach- und Verstellungskünstler, Imitator und Satiriker in den 80er und 90er-Jahren. Damals war er sprühend witzig, ironisch und originell. Sein legendärer Live-Auftritt in der Essener Lichtburg 2006 zeigte noch einmal das ganze Talent seines Schaffens. Doch inzwischen ist er längst zu einer der unerträglichen feisten und bräsigen Spießerfiguren geworden, die er zu seinen Glanzzeiten genüsslich aufs Korn genommen hätte. Allerdings würde es im Vergleich zum derzeitigen Bundespräsidenten tatsächlich keinen nennenswerten Unterschied machen, wenn Kerkeling ihm nachfolgen würde: Das spalterische Anti-Rechts-Geschwätz wäre dasselbe, ebenso die Verachtung für alle, die nicht jenem bis ins Mark verlogenen „Shitbürgertum“ angehören wollen, als das „Welt“-Herausgeber Ulf Poschardt die Kaste treffend bezeichnet, der Kerkeling und seine Unterstützer angehören. Dass ein abgehalfterter Spaßmacher von gestern womöglich morgen schon an der Spitze Deutschlands stehen könnte, würde den Zustand des Landes insofern perfekt abbilden.

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