Meinung

Stamme ich etwa von Nazis ab?

Stamme ich etwa von Nazis ab?
Privatrecherchen im familiären Nahbereich zur eigenen Gesinnungspolitur.

Dass deutsche Medien bis zum Erbrechen den Schuldkult zelebrieren, ist hinlänglich bekannt. Doch was sich “Spiegel” und “Zeit” nun leisten, hat eine neue, nie da gewesene Qualität. Die abgehalfterten Pressehäuser haben tatsächlich die Mitgliedskartei der NSDAP aufbereitet und online gestellt. Die Kartei könne man nun durchsuchen – und sich ein „persönliches Dossier“ über die eigene „Nazi-Familie“ erstellen.

von Alexander Schwarz

„Je länger das Dritte Reich tot ist, umso stärker wird der Widerstand gegen Hitler und die Seinen“. Dieses Diktum des 1999 verstorbenen Journalisten Johannes Gross bewahrheitet sich mit jedem Tag in diesem verrückten gottverlassenen Land mehr. Die Linke hat Deutschland in eine permanente Nazi-Hysterie versetzt, vergleicht alles und jeden, der nicht mit der Migrations-, Klima- und sogar Corona-Politik übereinstimmt, mit den Nazis und dämonisiert die AfD als Wiedergängerin der NSDAP, während sie selbst im offenen Judenhass schwelgt. Zum eigenen Machterhalt hat sie sich in den Wahn hineingesteigert, das Vierte Reich stehe vor der Tür und ihre historische Aufgabe sei es, dieses zu verhindern. Wo die (Ur-)Großeltern versagt haben, will man nun erfolgreich sein. Dass sie damit nicht nur die Verbrechen des NS-Regimes auf unerträgliche Weise bagatellisiert, sondern sich auch selbst Nazi-Methoden bedient, um Andersdenkende mundtot zu machen, ist ihr schon gar nicht mehr bewusst.

Damit auch zwischen den Generationen kein Frieden einkehrt, selbst wenn es sich um bereits verstorbene Verwandte handelt, bieten die linken Bollwerke „Spiegel“ und „Zeit“ nun die Möglichkeit, online das Archiv der NSDAP zu durchforsten. „Finden Sie hier heraus, was Ihre Familie unter Hitler getan hat“, lädt der „Spiegel“ ein. Man habe „Millionen Mitgliedskarten der NSDAP aufbereitet“. Die Kartei könne man nun durchsuchen – „und sich ein persönliches Dossier erstellen“. Die „Zeit“ fragt ihre Leser gar in halb naiver, halb inquisitorischer Manier: „Waren Ihr Vater, Ihre Großmutter oder Ihr Ur-Opa in der NSDAP?“ Bis vor Kurzem, so die linken Erziehungsmedien habe sich das nur über eine Anfrage beim Bundesarchiv klären lassen oder aktuell auf der Seite des US‑Nationalarchivs, das seine Mikrofilmkopien der NSDAP‑Mitgliederkartei online gestellt habe; dort seien einzelne Personen jedoch kaum zu finden, klagen “Zeit” und “Spiegel” – und die Seite selbst sei unter dem Ansturm, den die Nachricht von der Veröffentlichung aus