Der angebliche “Ukraine-Friedensplan” der Europäer ist vor allem eins: Ein Plan zum vollständigen Kriegseintritt gegen Russland. Das Papier bestätigt indirekt, dass Putin tatsächlich nur einen Präventivkrieg begann.
von Dirk Schmitz
Nach Lektüre des überarbeiteten “20-Punkte-Friedensplans” als Resultat der zweitägigen Berliner Ukraine-Verhandlungen muss man sich wirklich fragen, ob die Europäer und vor allem die deutsche Bundesregierung endgültig den Verstand verloren haben. Die für jeden Analytiker unannehmbaren Vorstellungen der EU-Lakaien beinhalten im Überblick vor allem dies:
- Schaffung einer “multinationalen Truppe” zur Absicherung eines Waffenstillstands in der Ukraine, die die ukrainischen Streitkräfte unterstützt sowie die Sicherheit des Luftraums und der Meere gewährleistet.
- Anhaltende und erhebliche Unterstützung zum Aufbau von Streitkräften, die zu Friedenszeiten permanent eine Stärke von 800.000 Soldaten haben sollten.
- Ein US-geführter Mechanismus zur Überwachung eines Waffenstillstands unter internationaler Beteiligung, der frühzeitig vor künftigen Angriffen warnen soll.
- Rechtlich bindende Verpflichtung der Sicherheitsgarantien, die Maßnahmen zur Wiederherstellung von Frieden und Sicherheit im Fall eines künftigen bewaffneten Angriffs beinhalten.
- “Umfangreiche Investitionen” in den wirtschaftlichen und materiellen Wiederaufbau der Ukraine.
- Handelsvereinbarungen zu beiderseitigem Nutzen „und unter Berücksichtigung der Notwendigkeit, dass Russland die Ukraine für den verursachten Schaden entschädigt“ (ausdrücklich wird in diesem Zusammenhang auf die in der EU eingefrorenen russischen Vermögenswerte verwiesen).
- Ein EU-Beitritt der Ukraine soll nachdrücklich unterstützt werden.
Papier bestätigt indirekt, dass Putin tatsächlich nur einen Präventivkrieg begann
Ich kann angesichts dieser wahnwitzigen und völlig unrealistischen Forderungen Russland nur auffordern, den Krieg fortzusetzen. Nach den irren Vorschlägen aus Berlin soll die ukrainische Armee 800.000 Soldaten haben (die faktisch Deutschland bezahlt), plus unlimitierte NATO-Truppen an der russischen Grenze, die wir zu einem großen Teil ebenfalls bezahlen; das wären im Ergebnis also rund eine Million Soldaten von Ukraine und westlichen Partnern in unmittelbarer Nähe des russischen Raums, an einer der “heißesten” und umstrittensten Grenzen der Welt – eine riesige Armee direkt an der russischen Grenze in einem hypothetischen Aufmarschgebiet für künftige Angriffe, so kann Russland dies nur empfinden. Doch das ist nicht alles: Russland soll außerdem der Enteignung seines Vermögens zustimmen.
Mit diesem “Friedensplan” verraten sich die Europäer selbst – und bestätigen genau diejenigen, die argumentieren, dass Putin niemals einen Angriffskrieg, sondern immer einen Präventivkrieg geführt hat. Ausweislich dieser Ideen war die russische Begründung dieser Militäroperation nämlich offensichtlich begründet.
Unverhältnismäßige Truppenstärken
Nur um das einmal ins Verhältnis zu setzen: Die Ukraine hat nominell etwa 39 Millionen Einwohner, tatsächlich sind es 32,1 Millionen Einwohner, zieht man die offizielle Zahl von 6,9 Millionen Flüchtlingen ab. Die Bundeswehr hat derzeit 180.000 Uniformierte; das wäre demnach so, als wenn die Bundeswehr über 2,09 Millionen aktive Soldaten verfügt. Chinas Armee müsste dann – bei 1,4 Milliarden Einwohnern – etwa 32 Millionen Mann stark sein (die Einwohnerzahl der Ukraine), doch faktisch hat China aktive Truppen von 2,035 Millionen Soldaten. Denn genau das bedeutet dieser Plan: Bis zu 15 Prozent aller wehrfähigen Männer der Ukraine wären dann künftig Soldaten – bei gleichzeitig durchzuführenden, natürlich ebenfalls vom Westen zu bezahlenden dramatischen Wiederaufbauleistungen.
Das alles ist nicht ansatzweise finanzierbar, schon gar nicht durch uns. Genau das Blühtuns aber – dank der natürlich ebenfalls vorgesehenen und von Russland gefälligst zu akzeptierenden künftigen EU-Mitgliedschaft eines korrupten “fucking shithole state” namens Ukraine. Das Land erfüllt zwar keinerlei Beitrittskriterien, wird aber mal eben als permanenter Krisen- und Konfliktherd zum Teil der “europäischen Wertefamilie“ gemacht. Bedeutet im Ergebnis: Eine überdehnte EU; Deutsche Soldaten in der Ukraine, mit jederzeitiger Aussicht, in direkte Kampfhandlungen und einen Dritten Weltkrieg verwickelt zu werden; dazu die weitere ruinöse Zweckentfremdung deutscher Steuergelder im Ausland mit fatalen Folgen für Wirtschaft und Stabilität im eigenen Land.
Von allen guten Geistern verlassen
All das beweist: Hier will ganz offensichtlich niemand Frieden – im Gegenteil. Nach dieser Offenbarung kann die logische Erkenntnis nur die sein: Das EU-Pack und die NATO haben ihre ursprünglichen Zwecke völlig pervertiert und verraten. Das EU-Tier muss getötet werden. Entweder EU und NATO kehren dringend zu ihrem eigentlichen Zielen der defensiven Friedenssicherung zurück – oder sie müssen weg. Und wer definitiv weg muss, ist Merz. Dieser Bundeskanzler ist von allen guten Geistern verlassen und darf keinen Tag länger die Geschicke dieses Landes mitbestimmen.
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