Mobilfunk, WLAN und UMTS dringen auch innerhalb der Grenzwerte in unseren Körper ein und richten ernsthafte gesundheitliche Schäden an. Verändertes Erbgut, Verminderung der Gedächtnisleistung, Schwächung des Immunsystems sind nur ein paar Beispiele.
von Jobst Landgrebe
Seit Mitte der 1990er Jahre ist der Markt für Mobiltelefonie stetig gewachsen, nach einiger Zeit gab es keine Telefonzellen mehr, und seit zehn Jahren verzichten immer mehr Privatpersonen auf einen Festnetzanschluss, da die meisten ein Mobiltelefon haben – ohne Mobiltelefon ist die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben deutlich schwieriger. Videoübertragung hat einen sehr hohen Bedarf an Datenübertragung geschaffen, der schließlich zur Einführung des 5G-Mobilfunkstandards 2019 führte. Schon Jahre vor der Einführung, während der Planung, warnten Kritiker vor den Gesundheitsfolgen, und diese Warnungen haben seitdem nicht aufgehört. Ist etwas dran an der angeblichen Gefährlichkeit von 5G? Die Frage ist aufgrund der extrem schlechten Studienlage nicht leicht zu beantworten. Zunächst einmal müssen wir verstehen, was der 5G-Standard eigentlich ist und worauf er beruht.
Was ist 5G?
Die Kommunikation im Mobilfunk funktioniert, indem Inhalte wie Sprache oder Bilder vom Sender als digitale Daten abgebildet, dann als elektromagnetische Wellen (Radiowellen) kodiert und übertragen und schließlich vom Empfänger dekodiert und dargestellt werden, beispielsweise als Bilder oder Töne. Elektromagnetische Wellen sind Licht (nur ein kleiner Teil des Spektrums ist sichtbar), sie bestehen aus Photonen, doch wenn sie sich in der Umwelt ausbreiten, dann sehen wir sie in der Physik als Wellen. Nur wenn wir sie messen, sehen wir sie als Photonen. Das ist der unauflösliche (und nicht verständlich zu machende) Welle-Teilchen-Dualismus der Quantenphysik.
Elektromagnetische Wellen unterscheiden sich durch ihre Wellenlänge, die man auch als Frequenz darstellen kann. Je höher die Frequenz, desto mehr Energie haben die Wellen. Niedrigfrequente Wellen sind lang, hochfrequente (wie Röntgen- oder Gammastrahlung) sind kurz. Radiowellen haben eine Wellenlänge zwischen einem Kilometer und wenigen Zentimetern mit Frequenzen von 10 Kilohertz bis 1 Gigahertz (GHz). 10 Kilohertz sind 10.000 Schwingungen pro Sekunde. In diesem Frequenzbereich liegen auch die älteren Mobilfunkstandards EDGE (2G), 3G und LTE (4G). Der derzeit neueste Standard 5G verwendet Wellenlängen in zwei Bereichen, FR1 und FR2. FR1 verwendet Frequenzen zwischen 600 Megahertz (MHz) und 6 GHz, was im Zentimeterwellenbereich (10 Zentimeter bis 1 Millimeter Wellenlänge) und knapp darunter liegt, FR2 geht derzeit von 24,25 bis 52,6 GHz (energiereichere Wellen sind in Planung) und liegt damit im Bereich von Millimeterwellenlängen. Beide gehören dem Bereich der Mikrowellen (300 MHz bis 300 Ghz, Wellenlängen von Dezimeter bis Millimeter) an.
5G-Wellen haben, anders als natürliche elektromagnetische Wellen, eine einheitliche Vektorrichtung mit spezifischer Phase und Polarität, sie sind auch pulsatil (Anm. d. Red.: pulsierend), um Daten effektiv zu übertragen. Dadurch entfalten sie auf Gewebe eine stärkere Wirkung als die chaotischen natürlichen Wellen, die nicht pulsatil sind, viele Phasen und gemeinsam keine einheitliche Polarisierung haben.
UV-Strahlung, die schwach ionisierend ist und beispielsweise einen Sonnenbrand oder Sonnenstich verursachen kann, hat eine Frequenz von um die 5 Petahertz und ist damit eine Million mal energiereicher als Millimeterwellen einer Frequenz von 5 GHz. Röntgenstrahlen mit 1 bis 10 Exahertz sind 1.000- bis 10.000-mal energiereicher als UV-Strahlen. Warum ist es wichtig, diesen Vergleich zu ziehen?
Auch Radiowellen können Schäden anrichten
Hochfrequente elektromagnetische Wellen wie Gammastrahlen haben eine sehr kleine Wellenlänge (0,1 bis 1 Picometer). Dadurch interferieren sie mit den Molek









