Die linksradikale NGO Campact versucht nicht nur, die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zu manipulieren, sondern holt auch bundesweit zum nächsten Schlag aus. Im Fokus: Firmen, die auf Youtube Werbung bei patriotischen Kanälen schalten, wie etwa bei AnonymousNews, NIUS, Apollo News sowie verschiedene AfD-nahe Angebote.
von Mario Rönsch
Werbung auf YouTube ist für viele reichweitenstarke Kanäle eine wichtige Einnahmequelle. Unternehmen erreichen dort potenzielle Kunden, während sowohl die Plattform als auch die jeweiligen Betreiber an den Anzeigen verdienen. Genau an diesem Punkt setzt Campact mit einer neuen Kampagne an: Rund 90 Firmen, deren Werbung auf alternativen oder patriotischen Kanälen erschienen sein soll, wurden nach Angaben der Organisation angeschrieben. Sie sollen solche Platzierungen künftig verhindern und die von Campact benannten Kanäle auf eine Sperrliste setzen.

Die Kampagnenverantwortliche Friederike Gravenhorst wirft den betroffenen Kanälen vor, Hass, Hetze und Verschwörungserzählungen zu verbreiten. Unternehmen könnten selbst festlegen, auf welchen YouTube-Angeboten ihre Anzeigen nicht erscheinen dürfen, und müssten deshalb dafür sorgen, dass ihre Werbegelder keine aus Sicht von Campact problematischen Inhalte finanzierten.
Damit bleibt es jedoch nicht bei einem bloßen Appell. Unternehmen, die ihre Werbestrategie nicht den politischen Vorstellungen der NGO anpassen, müssen damit rechnen, öffentlich unter Druck gesetzt und zum Gegenstand medialer Kampagnen gemacht zu werden. Aus einer vermeintlichen Empfehlung wird so ein politisches Druckmittel.
Campact behauptet, bereits zahlreiche Firmen zum Einlenken bewegt zu haben. Genannt werden unter anderem Aldi Süd, Kleinanzeigen, Indeed, XXXLutz, DEVK, Constantin Film, Wolt, Bergfreunde, Immowelt, Euronics, Axa, die Berliner Wasserbetriebe, Milram, dm, ImmoScout24, Edeka, FlixTrain, BiFi, Klosterfrau sowie Procter & Gamble. Weitere Unternehmen würden ihre Werbeschaltungen derzeit prüfen und hätten Campact eine Rückmeldung angekündigt.

Das Ziel dieses Vorstoßes ist offensichtlich: Alternative und patriotische Stimmen sollen finanziell ausgetrocknet werden. Wer seine journalistische oder publizistische Arbeit neben Spenden vor allem durch Werbeeinnahmen finanziert, soll wirtschaftlich getroffen und aus dem öffentlichen Raum gedrängt werden. Damit richtet sich die Kampagne nicht nur gegen einzelne YouTube-Kanäle, sondern auch gegen die Meinungs- und Vertragsfreiheit.
Dass sich zahlreiche Großunternehmen dem Druck offenbar beugen, zeigt, wie wirksam die Drohkulisse politischer Netzwerke inzwischen geworden ist. Die Angst vor öffentlicher Anprangerung scheint größer zu sein als die Sorge, Millionen potenzieller Kunden vor den Kopf zu stoßen, die regelmäßig alternative Medienangebote nutzen.
Ob Campacts Angriff tatsächlich den gewünschten Erfolg bringt, ist allerdings fraglich. Reichweitenstarke Werbeplätze bleiben wirtschaftlich attraktiv. Ziehen sich einige Unternehmen zurück, dürften andere ihre Plätze schnell übernehmen – vor allem solche, die sich ihre Werbestrategie nicht von politischen Aktivisten diktieren lassen. Helfen Sie uns dabei, weiter Reichweite aufzubauen und abonnieren Sie jetzt unseren YouTube-Kanal!

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