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4000 Kilometer entfernt: Iran greift US-Basis an

4000 Kilometer entfernt: Iran greift US-Basis an
Flugkörperschnellboote der Marine der Iranischen Revolutionsgarde in der Straße von Hormus 2015.

Erinnern Sie sich noch an die großspurigen Worte von US-Präsident Donald Trump, der nach drei Tagen anhaltendem Bombenterror gegen den Iran die westliche Luftüberlegenheit bejubelte und davon sprach, die Mission schnell zu beenden? Zunehmend wendet sich das Blatt – jetzt wurde sogar eine 4000 Kilometer entfernte US-Basis im Pazifik erfolgreich angegriffen.

von Valentina Schacht

Schon im 12-Tage-Krieg im Sommer 2024 hat der Iran mit voranschreitendem Kriegsablauf seine Raketenangriffe intensiviert – trotz israelischen Luftschlägen auf Abschussrampen. Nach einem ähnlichen Drehbuch scheint es auch dieses Mal zu verlaufen, denn die Zahl ballistischer Raketenangriffe bleibt nach wie vor konstant, die Zahl der iranischen Drohnenattacken auf Israel und amerikanische Stützpunkte im Nahen Osten nahm sogar zu. Erst am Samstagabend, genau drei Wochen nach Kriegsbeginn, musste Israel in den Städten Dimona (in der Nähe eines Atomreaktors) und Arad die verlustreichsten Attacken des gesamten Krieges hinnehmen, offiziell ist von mindestens 150 Verletzten und einer unbekannten Anzahl von Toten die Rede. Wieder einmal badet die Zivilbevölkerung die Aggression ihres Präsidenten Netanjahu aus.

Angriff auf US-Basis im Pazifik

Wenige Stunden vor diesen Angriffen sorgte eine andere Meldung, welche die Kampfkraft des Iran, die – entgegen ständigen Beteuerungen westlicher Propagandisten – unterstreicht, für Aufsehen: Zwei Raketen wurden auf die im Pazifik gelegene, 4000 Kilometer entfernte US-Militärbasis Diego Garcia abgeschossen. Zwar erreichte eine der beiden Raketen ihr Ziel nicht, während die andere von der US-Luftabwehr abgeschossen werden konnte, doch bisher gingen westliche Experten nicht davon aus, dass der Iran in der Lage ist, solch enorme Reichweiten zu erzielen.

Plötzlich rücken sogar die meisten europäischen Hauptstädte in die potentielle Reichweite. Und liefern Kriegsgegnern ein gutes Argument, weshalb ein Bundeswehr-Abenteuer im Nahen Osten eine denkbar schlechte Idee ist, die sich sogar vor der eigenen Haustür rächen könnte. Es ist bereits genug Blut für usraelische Interessen geflossen, es wird höchste Zeit für Frieden – nicht umsonst wächst auch in den USA der Druck auf Präsident Donald Trump, der sich ganz offensichtlich in diesem Krieg verzockt hat.

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