Seit Jahren wird hierzulande über die Beschäftigung von Imamen in der Bundeswehr diskutiert. Aiman Mazyek, der Vorsitzende des selbsternannten Zentralrats der Muslime in Deutschland, bezeichnete den Umstand, dass es bei der Truppe keine muslimischen Vorbeter gibt, sogar als Schande. Kein Problem! Denn in Buntland beugt man sich selbstverständlich solch dummmdreisten Forderungen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) versprach nun, für die verschwindend kleine Anzahl muslimischer Soldaten, ganze Heerscharen von Islamgelehrten anzuheuern. Dies gestaltet sich aber noch schwierig.
Bald sollen Imame im Auftrag der Bundeswehr moslemische Soldaten seelsorgerisch betreuen. Dies hat auf der jüngsten Sitzung des Verteidigungsausschusses des Bundestags Ressortchefin Ursula von der Leyen (CDU) noch einmal bekräftigt. Die „schrittweise Erweiterung“ des entsprechenden Angebots in der Truppe steht schon länger auf der Agenda im Bundesverteidigungsministerium – und bereits Anfang des Monats schickte man von dort die Neuigkeiten an die Presse. Da allerdings stand zunächst im Vordergrund, daß es nach fast einhundert Jahren Unterbrechung wieder Militärrabbiner in Deutschland geben soll.
Geplant ist dafür ein – noch zu verhandelnder – Staatsvertrag zwischen Bund und dem Zentralrat der Juden, in dem die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und der jüdischen Glaubensgemeinschaft rechtlich und organisatorisch festgelegt wird. Gespräche darüber sollen „unverzüglich“ aufgenommen werden. Die Auswahl der Militärrabbiner trifft die Bundeswehr auf Vorschlag des Zentralrats. Voraussetzung für den Dienst sei die gesundheitliche sowie fachliche Eignung und eine Sicherheitsüberprüfung.
„Feste Ansprechpartner“
Die Fachaufsicht in theologischen Dingen hat dann der Zentralrat der Juden, die Dienstaufsicht liegt in den Händen der Bundeswehr. Zunächst rechnet man mit der Einstellung einer „niedrigen einstelligen Zahl“ von Militärrabbinern. Angesichts von laut Verteidigungsministerium rund 300 Soldaten jüdischen Glaubens in der gesamten Bundeswehr dürfte damit ein guter „Betreuungsschlüssel“ vorliegen. Zum Vergleich: Etwa 53.000 Soldaten gehören einer evangelischen Kirche an, rund 41.000 der römisch-katholischen. Für sie gibt es etwa hundert evangelische und rund 80 katholische Militärpfarrer. Eine institutionalisierte Militärseelsorge für Soldaten anderer Glaubensrichtungen besteht bis jetzt noch nicht. Im Jahr 2015 wurde für sie zunächst eine sogenannte Ansprechstelle im Zentrum der Inneren Führung in Koblenz eingerichtet.
Da Angaben über die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Glaubensgemeinschaft oder zum konfessionellen Bekenntnis bei der Bundeswehr freiwillig erfolgen, liegen keine gesicherten statistischen Daten vor, sondern lediglich Schätzwerte. Danach dienen mittlerweile auch zirka 3.000 Moslems in der Bundeswehr. Doch obwohl diese Gruppe damit zahlenmäßig wesentlich größer ist als die der jüdischen und obwohl es bereits










