Das Geschäft mit Tresoren boomt, die Bankschließfächer werden knapp: Angesichts dramatisch zunehmender Wohnungseinbrüche sorgen sich immer mehr Bürger um ihre Sicherheit und ihr Eigentum. Die Politik kapituliert, traut sich nicht einmal, die Nationalität der Täter offen auszusprechen. Was können die Bürger tun, um ihre Wertsachen zu schützen?
von Michael Brückner
Der jährlich veröffentlichten Kriminalstatistik widerfährt in aller Regel das gleiche Schicksal wie dem Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler. Die Medien berichten über eine erschreckende Zunahme von Wohnungseinbrüchen beziehungsweise über immer dreistere Formen der Steuergeldverschwendung, die Öffentlichkeit empört sich – und nach ein paar Tagen ist alles wieder vergessen. Doch bei den Wohnungseinbrüchen ist das seit einigen Jahren anders. Die Menschen sind verunsichert, haben Angst um ihr Eigentum.
Natürlich wissen die Sicherheitsbehörden längst, auf wessen Konto die steigende Zahl von Wohnungseinbrüchen geht. Es sind eben nicht die »Gelegenheitskriminellen«, die Angst und Schrecken verbreiten, sondern osteuropäische Banden, teilweise angeführt von ehemaligen Geheimdienstleuten – zum Beispiel von der einstigen rumänischen Securitate –, die sehr genau wissen, wie man Wohnungen und Häuser zunächst ausspioniert und später ausraubt. Werden die Täter von den Bewohnern überrascht, scheuen sie oft vor brutaler Gewaltanwendung nicht zurück. Ein Menschenleben zählt nicht viel für diese Kriminellen.
Bürger greifen zur Selbsthilfe
Ganz allmählich scheinen aber sogar die gegenüber ihren unfähigen Politikern meist überraschend nachsichtigen Deutschen die Geduld zu verlieren. Nach einer aktuellen INSA-Umfrage werfen über 70 Prozent der Bürger der Politik Untätigkeit beim Kampf gegen Wohnungseinbrüche vor. Für Flüchtlinge werde alles getan, doch von der eigenen Bevölkerung werde erwartet, dass sie sich selbst schütze, so der weitverbreitete Eindruck. Die Mehrheit (57,2 Prozent) hat auch kein Verständnis dafür, dass Polizei und Mainstream-Medien aus »politischer Korrektheit« die Nationalität der Täter geheim halten.
Weil der Staat seine Bürger und deren Wohnungen nicht mehr ausreichend schützen kann, greifen nun viele zur Selbsthilfe. Sie mieten sich Bankschließfächer an, investieren in Alarmanlagen und kaufen Tresore.
Die Nachfrage nach Bankschließfächern ist in den vergangenen Monaten drastisch gestiegen. Etwa bei jedem vierten Geldinstitut sind die Schließfächer mittlerweile komplett oder größtenteils vergeben. Vor allem bei den Sparkassen und den Genossenschaftsbanken soll es in einigen Regionen bereits Engpässe geben. Viele Bürger haben Angst, ihre Goldbarren, Münzen, Schmuck, Bargeld und andere Wertgegenstände zu Hause aufzubewahren. Zumal dort nur ein eingeschränkter Versicherungsumfang gilt.
Bei einem Einbruch sind über eine normale Hausratsversicherung in der Regel maximal 1.500 Euro Bargeld gedeckt. Die Entschädigungssumme für teuren Schmuck, Gold, Briefmarken usw. liegt bei 25










