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Generalinspekteur: Krieg mit Russland spätestens 2029

Generalinspekteur: Krieg mit Russland spätestens 2029
Generalinspekteur der Bundeswehr Carsten Breuer bei einer Pressekonferenz im Deutschen Bundestag.

Es sind unfassbare Aussagen! Deutschlands ranghöchster Soldat, Generalinspekteur Carsten Breuer, fordert die sofortige Kampfbereitschaft der Bundeswehr! Der NATO-Krieg gegen Russland soll spätestens 2029 stattfinden, wahrscheinlich aber schon früher.

von Manfred Ulex

In einem gemeinsamen Interview mit seinem britischen Amtskollegen Sir Richard Knighton schlug General des Heeres Carsten Breuer beunruhigende Töne an. Russland könne die NATO-Staaten bereits in wenigen Jahren herausfordern – bereits vor dem oftmals genannten Jahr 2029. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung verkündete der Generalinspekteur der Bundeswehr:

“Die verschiedenen Indikatoren – Aufrüstung, Personalaufbau, wirtschaftliche und politische Entwicklungen – laufen auf einen Punkt zu: 2029. Könnte es früher passieren? Ja.”

Angesichts der Bedrohung aus Moskau müssten die deutschen Streitkräfte die sogenannte “Fight-Tonight”-Fähigkeit besitzen, so Breuer. Mit diesem NATO-Fachbegriff ist die ständige Höchst-Einsatzbereitschaft des Militärs gemeint, das jederzeit dazu in der Lage sein soll, einen sofortigen Kampf aufzunehmen. Bis 2035 müssten die deutschen Truppen überdies technologische Überlegenheit besitzen, so Breuer.

Auch Knighton blies in dasselbe Horn einer angeblichen russischen Bedrohung für Europa: Durch den Kampf in der Ukraine erwerbe das russische Militär neue Fähigkeiten. Russlands Präsident Putin sei ein Angriff auf souveräne Staaten zuzutrauen:

“Je näher man an der russischen Grenze ist, desto stärker spürt man das.”

Ein genaues Datum für einen russischen Angriff könne man aber nicht vorhersagen. Breuer und Knighton, seines Zeichens Chief of the Defence Staff des Vereinigten Königreichs, betonten die enge Zusammenarbeit der Truppen beider Länder, insbesondere im Rahmen des deutsch-britischen Trinity-House-Abkommens von 2024. Bereits jetzt seien die deutschen und die britischen Streitkräfte in der Lage, Seite an Seite zu kämpfen.

Als Beispiel für die derzeitige militärische Kooperation nannten sie die Zusammenarbeit im NATO-Seeverband oder die Luftraumüberwachung im Baltikum. Die Zusammenarbeit sei “so nah, wie man nur zusammenrücken kann”, erklärte Breuer. Es komme darauf an, die Vereinbarkeit von Systemen und Strukturen beider Armeen weiter auszubauen. Breuer gab sich diesbezüglich zuversichtlich:

“Können wir zusammen kämpfen? Ja, ohne jeden Zweifel.”

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