Deutschland

Leiche war noch warm: Medien und Politik missbrauchen Tankstellen-Anarcho für Propaganda

Leiche war noch warm: Medien und Politik missbrauchen Tankstellen-Anarcho für Propaganda
Der politisch-mediale Komplex missbraucht den Tankstellen-Kassierer Alex für Propaganda.

Die prophezeiten Hitzerekorde der Sommermonate könnten vor den Landtagswahlen zum Synonym werden für die überhitzte Stimmung im Land und zur Frage führen: Wie gefährlich für die Demokratie sind Panikattacken der Etablierten über den Verlust von Einflusssphäre und Deutungshoheit?

von Alexander Wallasch

Wie hätte es wohl der mutmaßlich von Rechtsradikalen ermordete bodenständige hessische CDU-Politiker, Familienvater und Landwirt gehalten, wie hätte er kommentiert, was die Politik und die Medien aus diesem feigen Attentat auf ihn gemacht haben, gipfelnd aktuell darin, dass die Vorsitzende seiner Partei, dass Annegret Kamp-Karrenbauer in einer Talkshow den Mord an ihrem Parteifreund dazu nutzt, zu verlautbaren, dass es von Seiten der Union keine Koalitionen mit der AfD geben wird?

Ist das Wahlkampf total, eine verwerfliche Instrumentalisierung oder doch eine notwendige Reaktion und Abgrenzung, die einfach vorgenommen werden musste? Das aktuelle Spiegel-Cover erinnert an die besten Zeiten des Magazins, als die RAF im Mittelpunkt der Berichterstattung stand, nur dass dieses Mal die Titelschlagzeile lautet: „Braune Schläfer“, wo es beispielsweise 1977 über einem Foto des entführten Hans-Martin Schleyer hieß: „Killerkrieg gegen den Staat“.

Nun bringt man den Begriff „Schläfer“ nicht als erstes mit Rechtsterroristen zusammen, sondern zunächst mit Spionen (so genannten Maulwurf-Agenten) im Kalten Krieg oder mit Hollywood-Blockbuster-Fantasien und im 21. Jahrhundert mit „tickenden Zeitbomben“, wie beispielsweise der Stern