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Migranten in Nürnberg: Mädchen mit Drogen zur Prostitution gezwungen?

Migranten in Nürnberg: Mädchen mit Drogen zur Prostitution gezwungen?
Polizisten in Nürnberg: Migrantenbande soll Mädchen in die Prostitution getrieben haben.

In Nürnberg soll eine Migranten-Bande systematisch Mädchen drogenabhängig gemacht und prostituiert haben. Die Polizei ermittelt mit einer Sonderkommission. Das jüngste Opfer soll erst 13 Jahre alt sein.

von Günther Strauß

Die Polizei Nürnberg hat Ermittlungen gegen eine Gruppe von kriminellen Migranten aufgenommen, die mehrere Mädchen systematisch sexuell ausgebeutet haben sollen. Wegen der Gruppe hat die Polizei eine eigene Kommission mit dem Namen „Kajal“ eingerichtet. „Es besteht der Verdacht, dass sich in diesem Zusammenhang auch sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen zugetragen haben“, sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken, Andreas Gramlich, den Nürnberger Nachrichten. Das jüngste Opfer der Migrantenbande, bestehend aus Männern aus Syrien, Nordafrika und Pakistan, soll 13 Jahre alt sein.

Die Behörden gehen davon aus, dass die Tatverdächtigen immer wieder Mädchen am Nelson-Mandela-Platz in der Nähe des Nürnberger Hauptbahnhofs mit Geschenken wie Kleidung und Kosmetik umworben und später von harten Drogen wie Chrystal Meth abhängig gemacht haben. Als die Mädchen süchtig nach der Droge waren, sollen sie diese nur noch gegen Geschlechtsverkehr erhalten haben. Wie die Nürnberger Nachrichten berichten, soll die Polizei bislang mindestens zehn Tatverdächtige identifiziert haben. Ein 23jähriger soll bereits in Untersuchungshaft sitzen, zwei Männer seien flüchtig, gegen einen weiteren 18jährigen liefen Ermittlungen.

Jugendamt ist besorgt über Ausmaß der Drogen-Prostitution

Bisher sieht die Polizei keine klar identifizierbare Gruppenstruktur, ist sich aber sicher, dass eine Verbindung zwischen den mutmaßlich Beteiligten besteht. Polizeisprecher Gramlich schildert die Tatabläufe und betonte, die Opfer seien „wohl freiwillig in die Wohnungen mitgegangen“, noch sei aber „keine organisierte Struktur auf der Täterseite“ erkennbar. Er versprach, seine Behörde werde die Sache „konsequent verfolgen“. Ziel sei es, „das gesamte Dunkelfeld aufzuhellen“. Aktuell werde davon ausgegangen, dass der Nelson-Mandela-Platz als Treffpunkt gedient habe.

Das Nürnberger Jugendamt sprach mit Blick auf die Fälle von „einer neuen Dimension“. Probleme an großen Bahnhöfen seien „kein Nürnberg-Spezifikum“, betonte der stellvertretende Chef des Jugendamts, Frank Schmidt. Jedoch sei es neu, dass junge Mädchen sich so offen für Drogen prostituieren. Die Stadt habe „ein Versorgungsdefizit bei riskant konsumierenden Jugendlichen. Die Wartelisten sind zu lang, die Angebote zu wenig“, kritisierte Schmidt.

Zwei betroffene Mädchen wurden inzwischen in sozialen Einrichtungen außerhalb Bayerns untergebracht. Der Nelson-Mandela-Platz in Nürnberg und der benachbarte Celtispark gelten seit Jahren als Orte mit grassierender Drogenkriminalität. (

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