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Dokumente: Ukraine plant Einsatz radioaktiver “schmutziger Bombe”

Dokumente: Ukraine plant Einsatz radioaktiver "schmutziger Bombe"
Folien der Präsentation des Leiters der russisczhen ABC-Schutztruppen. 12. Dezember 2025.

Die Ukraine plant den Einsatz einer schmutzigen Bombe an Orten mit hohem Publikumsverkehr in Russland. Das geht aus Dokumenten des ukrainischen Geheimdienstes SBU hervor, die das russische Verteidigungsministerium veröffentlicht hat.

von Günther Strauß

Der ukrainische Geheimdienst SBU simulierte die Explosion einer “schmutzigen Bombe” an einem Ort mit großem Menschenaufkommen. Hierüber informiert Generalmajor Alexej Rtischtschew, Leiter der ABC-Schutztruppen Russlands – mit Verweis auf methodisches Ausbildungsmaterial des SBU, über das Moskau verfügt:

“Eine der Übungen beinhaltet die Simulation des Diebstahls ionisierender Strahlungsquellen, der Herstellung eines Sprengsatzes und dessen Detonation an einem Ort mit massenhaftem Publikumsaufkommen.”

Rtischtschew hob die bedeutende Rolle von Andrej Jermak, dem ehemaligen Leiter des Präsidialamtes von Wladimir Selenskij, bei diesem Unterfangen hervor. Dieser überwachte die Organisation, Logistik und Finanzströme für die Einfuhr ausgebrannter Brennelemente in die Ukraine, bei der weder die Internationale Atomenergieorganisation noch andere relevante Organisationen benachrichtigt wurden. Die Lieferrouten führten über Polen und Rumänien.

Der Generalmajor stellte klar, dass dies die Gefahr berge, dass Kiew eine “schmutzige Bombe” entwickeln und anfertigen und sie dann für eine Provokation “unter falscher Flagge” einsetzen könnte.

Überdies eignet sich zu diesen Zwecken nicht nur Material aus abgebrannten Brennelementen, sondern auch Strahlungsquellen geringerer Radioaktivität, wie sie etwa beim Bohren von Erdölbrunnen zur geophysischen Untersuchung umliegender Sediment- und Gesteinsschichten oder aber bei regelmäßigen Untersuchungen eines bestehenden Ölbrunnens auf etwaige Schäden Verwendung finden. In diesem Zusammenhang erinnerte er auch an einen Bericht an den damaligen ukrainischen Premierminister Denis Schmygal, den der damalige Sekretär des ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Alexander Litwinenko, im November 2024 ablegte: Laut diesem Bericht, der dem russischen Verteidigungsministerium ebenfalls verfügbar ist, gingen allein im Gebiet Charkow der ehemaligen Ukrainischen SSR 68 Quellen ionisierender Strahlung einfach mal eben “verloren” – darunter auch hochaktive. Diese Gegenstände befanden sich im Metrologie-Institut in der Stadt Lipzy. In jenem Dokument sei betont worden, dass jeglicher Kontrollverlust über Quellen ionisierender Strahlung als Strahlungsunfall klassifiziert wird. Generalmajor Rtischtschew gab zudem zu bedenken:

“Ich würde gern Ihre Aufmerksamkeit auf eine Prognose des ukrainischen Katastrophenschutzdienstes lenken – ihr zufolge würde im Falle eines Strahlungsunfalls an der russisch-ukrainischen Grenze lediglich Staatsgebiet der Russischen Föderation kontaminiert werden. Indes ist für einen solchen Fall ein anderes Szenario weitaus wahrscheinlicher – so, wie es sich beim Unfall am Kernkraftwerk Tschernobyl ereignete. Somit würden,