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Ist Europa als Vasall Washingtons zum Untergang verurteilt?

Ist Europa als Vasall Washingtons zum Untergang verurteilt?
US-Militärführung im Vasallenstaat Deutschland: Der stellvertretender US-Verteidigungsminister Ash Carter und seine oberkommandierenden Generäle für Europa am 3. Mai 2016 in Stuttgart

Als Folge des Zweiten Weltkriegs wurde Europa erobert – nicht von Berlin, sondern von Washington. Die Eroberung war beschlossene Sache, aber sie erfolgte nicht mit einem Schlag, sondern Schritt für Schritt. Die Eroberung Europas durch die USA war das Resultat des Marshallplans und der in Europa herrschenden Angst vor Stalins Roter Armee. Beides führte dazu, dass sich Europa in die schützenden Arme Washingtons flüchtete und die europäischen Streitkräfte innerhalb der NATO Washington unterordnete. Zugleich wurde das Britische Pfund als Weltreservewährung durch den Dollar abgelöst, und es setzte ein langanhaltender Prozess des Verzichts auf Souveränitätsrechte der einzelnen europäischen Länder zugunsten der Europäischen Union (EU) ein. Ihr Vorläufer, die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), geht auf eine Initiative der CIA zurück, die auf diese Weise die Kontrolle über ganz Europa sicherstellen wollte, indem man nur noch die eine, niemandem verantwortliche Regierung in Brüssel kontrolliert.

Mit einigen wenigen Ausnahmen – dies betrifft vor allem England – bedeutete die Mitgliedschaft in der EU auch die Aufgabe der finanziellen Unabhängigkeit und Souveränität. Da nur die Europäische Zentralbank (EZB), eine Einrichtung der EU, den Euro ausgeben kann, haben die Länder, die so dumm waren, den Euro als Gemeinschaftswährung zu akzeptieren, sich ihrer souveränen Macht beraubt, Geld in ihrer eigenen Währung zu schöpfen, um etwa Haushaltsdefizite zu finanzieren.

Die 19 (von 28) EU-Mitgliedsländer, die sich im Laufe der Zeit der Euro-Zone anschlossen, sind nun vom privaten Bankensektor abhängig, um ihre Defizite zu finanzieren. Als Ergebnis dieser Entwicklung sind hochverschuldete Länder nicht länger in der Lage, ihre Schulden durch zusätzliche Geldschöpfung zu bezahlen, und sie können auch nicht damit rechnen, dass ihre Schulden zumindest teilweise auf ein Niveau abgeschrieben werden, welches sie bedienen können. Stattdessen wurden Griechenland, Portugal, Lettland und Irland von den privaten Banken ausgeplündert.

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Die EU zwang die Pseudoregierungen dieser Länder dazu, ihre Schulden gegenüber den nordeuropäischen Privatbanken durch eine Senkung des Lebensstandards ihrer Bevölkerung und die Privatisierung staatlicher Betriebe zu Schleuderpreisen zu bezahlen. Es kam zu massiven Kürzungen bei Renten, im öffentlichen Dienst sowie im Bildungs- und Gesundheitswesen. Die so »eingesparten« Gelder flossen als Schuldendienste an die Banken. Sogar die Wasserversorgung wurde teilweise privatisiert, was die Wasserpreise in den betroffenen Kommunen ansteigen ließ – usw., usw.

Aber wenn die Mitgliedschaft in der EU einem Land keine Vorteile verschafft und nichts Gutes bringt, warum haben sich die Regierungen dieser Länder dann entgegen dem ausdrücklichen Willen ihrer jeweiligen Bevölkerungen der EU angeschlossen? Die einfache Antwort lautet: weil Washington es so wollte. Die europäischen Gründerväter der EWG sind ein Mythos. Washington benutzte von ihm kontrollierte Politiker dazu, die EWG ins Leben zu rufen.

Vor einigen Jahren lieferten freigegebene CIA-Dokumente den Beweis dafür, dass die Gründung der EWG auf eine Initiative der CIA zurückging. In den 1970er-Jahren bat mich mein Doktorvater, damals ein hochrangiger Regierungsvertreter in Washington mit einigem Einfluss in internationalen Sicherheitsangelegenheiten, für ihn einen heiklen Auftrag im Ausland zu übernehmen. Ich lehnte ab. Dennoch beantwortete er meine Frage, wie es Washington gelinge, anderen Ländern seinen Willen aufzuzwingen. »Mit Geld«, antwortete er. »Wir geben ihren führenden Vertretern säckeweise Geld. Damit gehören sie uns.«

Es gibt keinen Zweifel daran, dass die EU den Interessen Washingtons und nicht den Interessen Europas dient. So lehnen z.B. die französische Bevölkerung und ihre Regierung gentechnisch veränderte Organismen, die sogenannten GMOs, grundsätzlich ab, aber die EU beschloss dennoch eine »vorläufige Marktzulassung« für GMOs, wobei sie sich möglicherweise auf die »wissenschaftlichen Erkenntnisse« von Forschern stützte, die von Monsanto, einem der führenden Großkonzerne in diesem Bereich, bezahlt werden. Als der amerikanische Bundesstaat Vermont ein Gesetz zur Kennzeichnungspflicht für GMO-Nahrungsmittel verabschiedete, klagte Monsanto gegen den Bundesstaat. Und sobald die EU-Führungsgremien dem sogenannten Freihandelsabkommen TTIP mit den USA zugestimmt haben, das weitgehend von weltweit agierenden amerikanischen Konzernen verfasst