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Marschieren deutsche und polnische Truppen in die Ukraine ein?

Marschieren deutsche und polnische Truppen in die Ukraine ein?
Mai 2023: Über 12.000 beim Manöver Anakonda in Polen

Der Westen will Bodentruppen in die Ukraine entsenden – deutsche Soldaten sollen in die Ostukraine. Das Land soll in Besatzungszonen eingeteilt werden. So jedenfalls der russische Auslandsgeheimdienst. 

von Manfred Ulex

Es klingt wie ein Fahrplan zur ultimativen Eskalation: Nach Angaben der Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf die Pressestelle des russischen Auslandsgeheimdienstes planen westliche NATO-Staaten die Entsendung eines sogenannten Friedenskontingents von 100.000 Soldaten in die Ukraine. Wie es heißt, soll das ukrainische Territorium zwischen Rumänien, Polen, Deutschland und Großbritannien aufgeteilt werden.

Zuvor soll offenbar der Ukraine-Krieg eingefroren werden, was es dem Westen ermöglichen würde, die ukrainische Armee wieder aufzubauen und „Kiew auf einen Rachefeldzug vorzubereiten“, wie es laut der TASS-Meldung heißt. Die NATO sei bereits dabei, Ausbildungszentren einzurichten, in denen mindestens eine Million ukrainische Wehrpflichtige ausgebildet werden könnten, so der russische Auslandsgeheimdienst.

Deutsche Truppen in die Ostukraine

Derzeit gebe es keine Aussichten, dass die Ukraine in die Lage versetzt werden könnte, „Russland auf dem Schlachtfeld eine strategische Niederlage beizubringen“. Daher habe man sich seitens mehrerer westlicher Staaten auf diesen Plan B verständigt.

Dieser beinhalte laut dem russischen Geheimdienst auch eine Aufteilung der Ukraine in vier große Besatzungszonen. Rumänien wäre demnach für die Schwarzmeerküste zuständig, Polen würde die Westukraine besetzen, das Zentrum und der Osten des Landes würde unter Kontrolle der BRD stehen, die nördlichen Gebiete des Landes – einschließlich Kiews – würden an Großbritannien fallen. Deutsche Truppen würden sich demnach russischen direkt gegenüberstehen!

Die Nachrichtenagentur TASS berichtet weiter, dass der Waffenstillstand es den NATO-Staaten erlauben könnte, den ukrainischen militärisch-industriellen Komplex wiederherzustellen. Der russische Auslandsgeheimdienst vermeldet:

„Es wird aktiv mit westlichen militärisch-industriellen Unternehmen zusammengearbeitet, darunter auch mit dem deutschen Unternehmen Rheinmetall.“

Von den Rüstungsunternehmen würden nicht nur Investitionen, sondern auch die Entsendung führender Spezialisten in die Ukraine gefordert, hieß es seitens der Pressestelle des Nachrichtendienstes gegenüber TASS.

Polens Griff nach der Westukraine

Der Geheimplan zur Besetzung der Ukraine käme insbesondere Polen sehr gelegen. Warschau schielt schon seit geraumer Zeit nach der Westukraine. Bereits von 1918 bis 1919 befanden sich beide Länder im Krieg. Dabei ging es um Territorialfragen.

Große Teile der heutigen Ukraine gehörten einst zum Königreich Polen-Litauen. Im 17. Jahrhundert fiel der links des Dnjepr gelegene Teil der Ukraine einschließlich Kiews an Russland, die rechts des Dnjepr gelegenen ukrainischen Gebiete nach den Teilungen Polens Ende des 18. Jahrhunderts an Habsburg. Mit dem Aufkommen nationalstaatlicher Bestrebungen im 19. Jahrhundert kam es zu Rivalitäten zwischen Ukrainern und Polen um dieses Gebiet. Dabei konnten sich die Polen 1918 militärisch durchsetzen.

In der Folge kam es bis nach dem Zweiten Weltkrieg zu teils gewalttätigen polnisch-ukrainischen Auseinandersetzungen. In der Zwischenkriegszeit versuchte die Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN), sich gegen die Polonisierung der von Ukrainern bewohnten Gebiete im Südosten des damaligen Polen zu wehren.

Unter deutscher Besatzung zielte dann der bewaffnete Arm der OUN, die Ukrainische Aufständische Armee unter Stepan B