Eine neue Hinrichtungswelle in Saudi-Arabien erschüttert die Weltöffentlichkeit. In dieser Woche wurden in Saudi Arabien 37 Hinrichtungen durchgeführt. Das blutige Gemetzel richtet sich offenbar fast ausschließlich gegen die schiitische Minderheit im Land. Eine der Leichen wurde zur Abschreckung öffentlich ausgestellt. Hiesige Medien und die Bundesregierung schweigen zu den barbarischen Gräueltaten. Man möchte das Land, dem die BRD jährlich für mehrere Milliarden Euro Waffen verkauft, auf keinen Fall verärgern.
von Günther Strauß
Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman, der starke Mann im Wüstenkönigreich, sorgt weiterhin mit drakonischen Mitteln für Friedhofsruhe in seinem Land. Das saudische Innenministerium teilte zuletzt mit, dass am 23. April 37 Menschen in der Hauptstadt Riad, den heiligen Stätten Mekka und Medina, in der Provinz al-Kassim sowie in der Ostprovinz hingerichtet wurden. Die zum Tode Verurteilten wurden auf öffentlichen Plätzen enthauptet, der Leichnam eines der Opfer an ein Kreuz genagelt und zur Schau gestellt. Nach Angaben von Amnesty International (AI) wurden elf der Hingerichteten der Spionage für den Iran bezichtigt, mindestens 14 sollen wegen der Teilnahme an regierungskritischen Demonstrationen in den Jahren 2011 und











