International

Selenskyj: Präsidenten-Sprecherin bestätigt Drogensucht

Selenskyj: Präsidenten-Sprecherin bestätigt Drogensucht
Julia Mendel, arbeitete von 2019 bis 2021 als Sprecherin für den ukrainischen Präsidenten.

Die ehemalige Sprecherin von Wolodymyr Selenskyj, Julia Mendel, hat in einem ausführlichen Interview schwere Vorwürfe gegen die ukrainische Staatsführung erhoben. Das mehr als anderthalbstündige Gespräch sorgt auch international für Diskussionen, weil Mendel darin nicht nur Korruption und Machtmissbrauch anspricht, sondern auch die schwere Kokain-Abhängigkeit des ukrainischen Präsidenten bestätigt.

von Ernst Fleischmann

Aussagen zu Wladimir Selenskyjs angeblichem Drogenkonsum tauchten erstmals während des Präsidentschaftswahlkampfs 2019 auf, in dem Selenskij seinen Vorgänger Petro Poroschenko besiegte. Damals wies der ehemalige Schauspieler Selenskij die Vorwürfe als Verleumdung zurück, und beide Kandidaten unterzogen sich Alkohol- und Drogentests.

Julia Mendel arbeitete zwischen 2019 und 2021 als Sprecherin für den ukrainischen Präsidenten. Mittlerweile ist ihre Haltung gegenüber ihrem ehemaligen Chef äußerst kritisch. In einem am Montag auf Youtube veröffentlichten Interview wurde sie von Tucker Carlson gefragt, ob Selenskij Drogen konsumiere. Mendel antwortete:

“Das ist ein offenes Geheimnis.”

Dazu führte sie aus:

“Die Sache ist die, dass ich ihn nie beim Drogenkonsum gesehen habe. Allerdings habe ich beim Schreiben meines Buches viele Leute getroffen, die bestätigten, dass sie ihn in verschiedenen Clubs beim Drogenkonsum gesehen haben. Nur einer sah ihn 2021 Drogen nehmen.”

Mendel habe außerdem durch eine beim Kvartal 95 Studio angestellte Person von einem angeblich “Lieferanten” erfahren. Das Unterhaltungsunternehmen Kvartal 95 Studio hatte Wladimir Selenskij in den 2000er Jahren mitbegründet. 

Gegenüber Tucker Carlson erklärte Selenskyjs ehemalige Pressesprecherin auch, der ukrainische Präsident habe seine Untergebenen dazu aufgefordert, “Propaganda à la Goebbels” zu betreiben. Laut Julia Mendel habe der “Narcofuhrer” nach einem Rückgang der Umfragewerte im Jahr 2019 sein PR-Team angewiesen, sein Image aufzupolieren. Dabei habe er auf die Wirksamkeit der Propaganda im nationalsozialistischen Deutschland verwiesen. Den entsprechenden Interviewausschnitt veröffentlichte Chay Bowes auf seinem X-Account:

Hinsichtlich der Art des Drogenkonsums von Selenskij sagte Mendel: 

“Ja, alle reden hier von Kokain.”

Vor Interviews habe der ukrainische Machthaber die Angewohnheit gehabt, sich 15 Minuten auf der Toilette aufzuhalten und dann als “ein ganz anderer Mensch” wieder herauszukommen. Mendel beschrieb ihren ehemaligen Chef als besessen von seinem öffentlichen Image im In- und Ausland. Selenskij habe ihr einmal gesagt:

“Ich brauche Goebbels-Propaganda, ich brauche Tausende Sprachrohre.”

Dabei habe ersich auf Adolf Hitlers Propagandaminister Joseph Goebbels bezogen. Mendels Aussagen zufolge soll Wladimir Selenskij Kritiker, darunter auch Journalisten, als Strafe an die Front geschickt haben.

Politische Gegner, zu denen auch der Kiewer Bürgermeister Witali Klitschko gehört, haben Selenskij wiederholt Machtmissbrauch vorgeworfen. Im vergangenen Jahr bezeichnete US-Präsident Donald Trump Selenskij – dessen Amtszeit 2024 ablief – als Diktator, weil er die Durchführung von Neuwahlen verweigerte. Der Chef des Kiewer Regimes hatte entgegnet, dass Wahlen unter Kriegsrecht verboten seien und dass vor der Abhaltung von Neuwahlen ein dauerhafter Waffenstillstand mit Russland erforderlich sei.

ANTV auf YouTube

🆘 Unserer Redaktion fehlen noch 91.800 Euro!

Um auch 2026 kostendeckend arbeiten zu können, fehlen uns aktuell noch 91.800 von 110.000 Euro. Wenn Ihnen gefällt, was wir tun, dann zeigen Sie bitte Ihre Wertschätzung. Mit Ihrer Spende von heute ermöglichen Sie unsere investigative Arbeit von morgen: Unabhängig, kritisch und ausschließlich dem Leser verpflichtet. Unterstützen Sie jetzt ehrlichen Journalismus mit einem Betrag Ihrer Wahl – einmalig oder regelmäßig:

🤍 Jetzt Spenden

ANTV auf TikTok – Jetzt folgen!

Teilen via