An die 30.000 Mitarbeiter in 75 öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten leben in einer planwirtschaftlichen Welt, in der Geld nicht durch ehrliche Arbeit verdient werden muss. Man agiert selbstgerecht und ungeniert mit den Beitragsmilliarden der Gebührenzahler, die im Gegenzug nicht etwa wahrheitsgemäß informiert, sondern durch systematische Lügen und Falschinformationen größtmöglich geschädigt werden.
Die Macht der öffentlich-rechtlichen Sender wird noch immer unterschätzt. Ihr Einfluss in Politik und Kultur ist enorm. Öffentliche Wahrnehmung ohne ARD und ZDF ist nur begrenzt möglich. Die Verschiebung der politischen Koordinaten nach links in der jüngeren deutschen Geschichte wäre ohne diese Sender kaum denkbar. Auch die aktuelle Wahlkampf-Berichterstattung strotzt vor Einseitigkeit zugunsten der SPD, Grünen und Linken. Es gibt keinen liberalen oder konservativen Politiker von Gewicht, der den Mut hat, dagegen aufzumucken – auch ein Beleg für die große Macht der öffentlich-rechtlichen Sender.
Ihnen vertraut allerdings noch immer die große Mehrheit der Bürger, so Umfragen, die ganz falsch nicht sein können. Dabei ist die journalistische Qualität oft fragwürdig. Dass zuweilen übel manipuliert und gefälscht wird, ist wohl die Ausnahme. Viel dramatischer sind Methoden und Gewohnheiten der täglichen journalistischen Arbeit. Im Folgenden einige Aspekte und Details zum Verständnis einer abgehobenen, oft realitätsfernen Welt, die kaum ihren eigenen Ansprüchen gerecht wird, nämlich „ausgewogen, unparteilich und umfassend … zu informieren“.
1. Tradition der Einseitigkeit
Medien-Untersuchungen in der freien Welt zeigen seit Jahrzehnten eine Tradition der Linkslastigkeit in allen Medien, insbesondere der öffentlich-rechtlichen Sender. In Großbritannien kämpfen Konservative schon lange gegen die linke Parteilichkeit der – ohnehin von vielen Skandalen erschütterten – BBC. Eine deutsche Studie beispielsweise bewies schon 2005 die ausgeprägte Bevorzugung von Gerhard Schröder (SPD) gegenüber Edmund Stoiber (CSU). Zahlreiche, auch aktuelle Studien belegen die Parteilichkeit vieler Journalisten. Allerdings würde man eine solch ausgeprägte Einseitigkeit wie bei den öffentlich-rechtlichen Sendern nur bei explizit linken Medien wie der Frankfurter Rundschau, der taz oder der Süddeutschen Zeitung vermuten. Auf den etwa 250 Instagram-Kanälen von ARD und ZDF geht es dann knallhart zur linken Sache. Die Neue Züricher Zeitung schrieb von „Missachtung journalistischer Standards“ und „Indoktrination“.
2. Häuser des Sozialismus
Mit einem Jahresetat von acht Milliarden Euro leistet sich Deutschland den teuersten öffentlich-rechtlichen Rundfunk der Welt. ARD und ZDF sind ein Mediengigant, in Deutschland ist nur Bertelsmann größer. Die knapp 30.000 Mitarbeiter der 75 Sender (die auch noch 180 Tochterfirmen bzw. Firmenbeteiligungen haben) leben in einer planwirtschaftlichen Welt, in der Geld nicht verdient werden muss, die Firma nicht vom Markterfolg abhängt und wirklich nur die Regierung über Wohl und Wehe des Hauses entscheidet, nie Konsumenten oder Kunden. Die Gehälter sind für einen Medienbetrieb hervorragend, die Altersversorgung fast sensationell hoch, Entlassungen sehr schwer durchsetzbar – entsprechend gering ist die Fluktuation in diesen Häusern. Wie im Sozialismus eben (für die Privilegierten!).
3. Linke Tricks
Den Redakteuren ist sehr wohl bekannt, dass es den Auftrag zur Ausgewogenheit gibt. Der Hessische Rundfunk beispielsweise hat die Radioformate „Pro und Contra“ eingeführt. Da verteidigt beispielsweise beim Thema Klimapolitik ein Journalist die Maßnahmen der Regierung, ein zweiter kritisiert diese als viel zu zaghaft. Das gleiche Prinzip wird bei sozialen Themen angewendet: eine gemäßigt linke Position wird einer noch linkeren Position gegenüber gestellt. Auch die Medienschau soll Meinungsvielfalt suggerieren: zitiert werden aber vor allem Blätter, die in den Kommentaren die (linken oder grünen) Positionen der HR-Redaktionen unterstützen. Am beliebtesten ist allerdings die gezielte Auswahl der Interviewpartner: in der Regel bestätigen diese sorgsam ausgesuchten „Experten“ aller Bereiche die fast durchweg erkennbaren Sichtweisen der Redaktion. Diese umgekehrte „Cancel Culture“ kann als wesentlicher Bestandteil der Redaktionskultur in öffentlich-rechtlichen Sendern angesehen werden.
4. Zahlungsmittel Ruhm und Geld
Es ist ein großes Privileg, im Radio und insbesondere im Fernsehen interviewt zu werden. Auftritte bei den Sendern dienen nicht nur der persönlichen Popularität und der eigenen Bedeutung, sondern sind bares Geld wert. Nachweislich steigen beispielsweise die Verkaufswerte der jeweiligen Bücher von Schriftstellern, Fachleuten oder auch Wissenschaftlern nach solchen Sendungen. Aber auch Künstler, Konzert- und Messeveranstalter oder Unternehmer kennen den großen Nutzwert, in ARD oder ZDF zu Wort gekommen zu sein. Entsprechend handzahm sind dann oft die Interviewpartner.
5. Volkserzieher
Selbstgefälligkeit und Ideologisierung des öffentlich-rechtlichen Journalismus wird nirgendwo deutlicher als bei der Verwendung der Gender-Sprache. Es gibt nicht die geringste Legitimation für diese Vergewaltigung der deutschen Sprache in den Sendungen außer den persönlichen Ansichten der Programmmacher. Eine überwältigende Mehrheit der Menschen lehnt laut Umfragen das Gendern ab; die allermeisten Medien, die sich am Markt bewähren müssen, trauen sich nicht, zu gendern – wohlwissend, wie sehr das die Bürger ablehnen. Außer einer verblendeten Elite in Deutschland will kaum jemand gendern – aber die öffentlich-rechtlichen scheinen sich als Speerspitze der kulturellen Revolution zu fühlen. Wie groß der Drang zur Volkserziehung ist, zeigt sich sogar im Sport: die Übertragungen vom Frauenfußball oder die Berichterstattung über die Paralympics (Behindertensport) stehen in keinem Verhältnis zum Publikumsinteresse. Gar nicht zu sprechen vom täglichen, manipulativen „framing“ – schon mit der gezielten Auswahl der Wörter – „Geflüchtete“ statt „Flüchtlinge“ oder „Rundfunkbeitrag“ statt „Rundfunkgebühren“ soll










