Die „Welt“ veröffentlicht einen Gastbeitrag, der fundiert die Frühsexualisierung von Kindern im gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk kritisiert. Nach einem konzertierten Shitstorm knickt der Springer-Konzern vor dem woken Zeitgeist ein und bittet um Entschuldigung. Die Begründung ist bizarr.
von Martin Voigt
Hinter den Kulissen des Axel-Springer-Konzerns kracht es gewaltig, seit ein Quintett an wissenschaftlichen Autoren am Mittwoch in der Welt den Gastbeitrag „Wie ARD und ZDF Kinder sexualisieren und umerziehen“ veröffentlicht hat. Der Druck auf das Medienhaus scheint so groß zu sein, daß nun dessen Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner öffentlich zu Kreuze kriecht. Gegen 18 Uhr am Freitag veröffentlicht er „in eigener Sache“ ein Schreiben, das zuvor nahezu wortgleich an alle Mitarbeiter des Verlags versendet wurde: „Unser Haus steht für Vielfalt und Freiheit“, ist seine Bitte um Entschuldigung betitelt. Nebenbei wird auch die Überschrift von „sexualisieren und umerziehen“ in „indoktrinieren“ geändert.
Döpfner liege das Thema – gemeint ist die sexuelle und geschlechtliche Vielfalt – „besonders am Herzen“, doch zu











