Der Leipziger Kommunikationswissenschaftler Professor Christian Hoffmann hat zahlreiche Studien der vergangenen Jahre analysiert und kommt dabei zu einem eindeutigen Ergebnis: Die deutschen Medien weisen einen klaren Linksdrall auf. Allein 90 Prozent der Volontäre im öffentlich-rechtlichen Rundfunk stimmen für Grüne, Linke oder SPD stimmen.
Eine neue Untersuchung bringt Fahrt in die Frage, ob journalistische Berichterstattung in Deutschland zu unausgewogen ist. Daß die große Mehrheit der Journalisten links der Mitte steht, ist unbestritten – auch bei Verlagen wie Axel Springer. Das ist das Ergebnis zahlreicher Studien. Erst kürzlich kam heraus, daß mehr als 90 Prozent der Volontäre im öffentlich-rechtlichen Rundfunk für Grüne, Linke und SPD stimmen. All dies sei aber kein Beleg für die Linkslastigkeit der Presse, argumentieren Medienmacher. Entscheidend sei nicht die Haltung der Kollegen, sondern die Tendenz der Berichte. Und die sei neutral.
Diese These war bisher wissenschaftlich schwer zu widerlegen. Denn eine linke Dominanz kann nicht nur an der Ausrichtung der Kommentare festgemacht werden. Vielmehr müßten dafür auch die Auswahl der Themen, deren Totschweigen, die Art der Formulierungen und die Illustrationen untersucht werden. Es gibt viele Arten, Meinung zu machen. Allerdings würde es einer akademischen Herkulesaufgabe gleichkommen, das Offensichtliche nachzuweisen.
Vertrauen in die Medien
Der Kommunikationsmanagement-Forscher Christian Hoffmann ist nun in seiner Analyse „Das Herz des Journalismus schlägt links – so what?“ einen anderen Weg gegangen. Der Leipziger Professor stellt die Publikumswahrnehmung in den Vordergrund seiner Untersuchung. Und die ist eindeutig: Linke Zuschauer und Leser sind mit den Medien eher zufrieden und halten sie für glaubwürdig, der Rest weniger.
Hoffmann beruft sich auch auf Eurobarometer-Daten. Diese zeigten, „daß in Deutschland eher rechts der politischen Mitte stehende Befragte ein deutlich geringeres Vertrauen in ‘die Presse’ aufweisen als eher linksstehende“. Gleiches gelte für Fernsehen und Radio. Dies spreche für eine linke Tendenz in den Medien. Denn „das Vertrauen in Medien steht in einem positiven Zusammenhang mit ihrer wahrgenommenen ideologischen Nähe“.
„Linksbias im Berufsfeld“
Solche Befunde, die es auch aus den USA gebe, seien bedeutsam in der Frage, welche politische Präferenz Medien haben. Denn: „Die sehr einhellige Verortung nahezu aller massenmedialen Angebote links der Mitte basiert auf deren Output, nicht auf der politischen Orientierung der dort beschäftigten Journalisten.“ Für Hoffmann ist dies ein „starkes Indiz“ für die Unplausibilität der Aussage, daß der „Linksbias im Berufsfeld“ keinen Einfluß auf den journalistischen Output habe.
Dem Leipziger Forscher gebührt das Verdienst, unzählige Studien ausgewertet zu haben, um zu seinen Schlußfolgerungen zu kommen. So beruft er sich in seinem Ergebnis, daß linke Journalisten linke Berichte abliefern, auch auf eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach. Die Meinungsforscher








