Meinung

Bündnis mit Russland: Garant für Wohlstand, Sicherheit und Frieden in Europa

Bündnis mit Russland: Garant für Wohlstand, Sicherheit und Frieden in Europa
Ein Bündnis zwischen Russland und Deutschland würde sich positiv auf ganz Europa auswirken.

Der Wohlstand von Deutschland wird durch die Energie von Russland angetrieben, und die Geschichte rund um die Siemens-Turbine deutet darauf hin, dass demnächst auch in Berlin “der Groschen fallen” könnte. Letztendlich leidet ganz Europa, wenn unser östlicher Nachbar künstlich vom Rest des Kontinents abgeschnitten wird.

von Jewgeni Tugolukow

Mitte Juni hatte Gazprom eine unerwartete Warnung wegen technischer Probleme mit der Pipeline Nord Stream 1 bekannt geben müssen. Der russische Energieriese teilte mit, dass Gaskompressoren des deutschen Siemens-Konzerns, die in Kanada zur Revision seien, plötzlich aufgrund westlicher Sanktionen nicht mehr nach Russland zurückgebracht werden sollten.

Infolgedessen sank die tägliche Pumpleistung durch die Pipeline ab dem 16. Juni um 40 Prozent. Die Situation veranlasste die Länder der EU, Notfallpläne zur Gewährleistung ihrer Energiesicherheit zu erstellen, da die Weltwirtschaft kurzfristig nicht genug verflüssigtes Erdgas (LNG) produzieren kann, um sämtliche russische Gaslieferungen zu ersetzen. Trotzdem scheint es im Hin und Her rund um die Gasturbine nun ein Happy End zu geben: Kanada hat angekündigt, man werde die Gaskompressoren an Deutschland liefern und Berlin könne diese dann an Gazprom weiterschicken.

Seit der historischen deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 hat Deutschland seinen Wohlstand durch fortschrittliche Industrie und Technologie gesichert, was wiederum von der harten Arbeit und dem kreativen Geist seiner Menschen angetrieben wurde. Der Erfolg der deutschen Wirtschaft wurde jedoch zu einem großen Teil durch billige Energieträger und Rohstoffe aus Russland sichergestellt, wodurch die deutschen Produkte auf dem Weltmarkt vergleichsweise wettbewerbsfähiger waren.

Dieses informelle Bündnis mit Russland hat es den Politikern in Berlin in vielerlei Hinsicht lange Zeit ermöglicht, zur Wirtschaftslokomotive der Europäischen Union zu werden, und es hat im Gegenzug Russland ermöglicht, die Krise der 1990er Jahre zu überwinden, die auf den Zusammenbruch der UdSSR folgte. Zu Zeiten der Kanzlerschaft von Gerhard Schröder waren die russisch-deutschen Beziehungen ein Musterbeispiel für eine beiden Seiten Gewinn sichernde Zusammenarbeit.

Aus philosophischer Sicht ist das Schicksal beider Länder ein Beispiel für ein historisches Paradox, wenn plötzlich die Dinge dem zu widersprechen scheinen, wie sie eigentlich sein sollten. Im Moment befinden wir uns nicht in einem direkten Konflikt, aber in Berlin hat man sich zusammen mit den westlichen Verbündeten eindeutig auf einen Stellvertreterkrieg gegen Russland eingelassen. Ein Krieg, der genau genommen bereits kurz nach Schröders Abgang begonnen wurde, als seine Nachfolgerin Angela Merkel als Bundeskanzlerin eine Reihe von Maßnahmen in die Wege leitete, mit denen die Weichen auf Konfrontation gestellt wurden.

Der historische deutsche “Eiserne