Meinung

Der Sonntagsfahrer: Der Fiat-Kanzler

Der Sonntagsfahrer: Der Fiat-Kanzler
Kanzler-Darsteller Friedrich Merz und das Fiat-Geld.

Das sogenannte Fiat-Geld, das hemmungslos aus dem Nichts gedruckt wird, ist der einzige Kitt, der CDU und SPD noch zusammenhält. Doch diese Politik der kurzfristigen Vorteilsnahme gewöhnt den Bürgern systematisch ab, langfristig Werte für die Zukunft zu schaffen. Das Motto heißt “Grab the cash and dash” – schnapp den Zaster und haue ab. Ein Land, das nach diesem Motto lebt, wird aus der Kurve getragen.

von Dirk Maxeiner

Das sogenannte Fiat-Geld, das hemmungslos aus dem Nichts gedruckt wird, ist der einzige Kitt, der CDU und SPD noch zusammenhält. Doch diese Politik der kurzfristigen Vorteilsnahme gewöhnt den Bürgern systematisch ab, langfristig Werte für die Zukunft zu schaffen. Das Motto heißt “Grab the cash and dash” – schnapp den Zaster und haue ab. Ein Land, das nach diesem Motto lebt, wird aus der Kurve getragen.

Die vier Buchstaben „Fiat“ hatten für mich ursprünglich eine sehr positive Bedeutung: „Fabbrica Italiana Automobili Torino“. Die italienische Autofabrik aus Turin beherrschte die Kunst, liebenswerte Kleinwagen zu bauen, die das Herz der Massen eroberten, weil sie erschwinglich waren. Der Ruf litt dann etwas, weil die kleinen Flitzer zwar schnell fuhren, aber noch schneller rosteten. So buchstabierten manche Fiat-Fahrer ihre Marke als „Fehler in allen Teilen“. Besonders, wenn sie durch das große Loch im Bodenblech auf den unter den Füßen rasenden Asphalt blickten. 

Womit wir beim Fiatgeld wären. Beim Fiatgeld sind die vier Buchstaben keine Abkürzung wie beim Auto. Es kommt auch nicht aus Turin und die Lira gibt es ja nicht mehr. Lediglich die sprachlichen Wurzeln sind made in Italy. „Fiat“ stammt vom lateinischen Verb „fieri“ und „fiat“  bedeutet: „Es werde“, „es geschehe“ oder „es soll gelten“. Will sagen: Dieses Geld gilt, weil eine staatliche Autorität es dazu erklärt. Es hat keinen eigenen inneren Materialwert und ist nicht durch Gold, Silber oder einen anderen materiellen Wert gedeckt. 

Das sogenannte „Sondervermögen“, mit dem unsere Berliner Babos hantieren, ist ein Fiat-Vermögen, das obendrein munter durch ein Loch im Bodenblech rieselt. Der Fiat-Kanzler Merz regiert nach dem alten lateinischen Prinzip:
 Fiat debitum – Es werde Schuld. Bei normalen Menschen heißt es Kredit.
 Bei Merz heißt es: Vermögen, das man leider erst noch den Enkeln wegnehmen muss. 

Fiatgeld ist die offizielle Währung der kollektiven Selbstverarsche

Willkommen also in der goldenen Ära des Fiatgeldes – einem genialen System, in dem Geld seinen Wert nicht mehr aus Knappheit oder Substanz bezieht, sondern aus einem kollektiv gepflegten Glaubenssatz oder auch aus einem genialen Zirkelschluss. Es hat Wert, weil alle hoffen, dass alle anderen weiterhin hoffen, dass es Wert hat. Es darf nur keiner lachen, und alle müssen bedeutungsschwanger in die Runde schauen. 

Der Euro ist eine Währung, deren Fundament aus Vertrauen und Hoffnung auf Personen wie Friedrich Merz oder Christine Lagarde von der Europäischen Zentralbank gründet. Die Dame hat beste Empfehlungen, sie wurde von einem französischen Gericht wegen Fahrlässigkeit im Zusammenhang mit der Veruntreuung öffentlicher Gelder verurteilt. Friedrich Merz brillierte lediglich als Aufsichtsratschef bei BlackRock Asset Management Deutschland, darauf gibts Bewährung in Form von bis zu vier Jahren Kanzleramts-Arrest. Christine Lagarde wurde verurteilt, erhielt aber keine Strafe, ein Fall von sogenannter Fiatjustiz, die Schule machen dürfte, aber das nur nebenbei. 

Machen wir es kurz: Fiatgeld ist die offizielle Währung der kollektiven Selbstverarsche. Es ist Geld, weil der Staat sagt, dass es Geld ist, wobei er einfach neue Scheine aus der Luft zaubert. Aber selbst das Papier soll ja weg und als digitaler Euro durch lauter elektronische Nullen ersetzt werden. Wenn der Strom ausfällt, gibt’s das Geld dann nicht mehr. Der Strom kann dann übrigens auch sehr selektiv ausfallen, beispielsweise auf ihrem Girokonto, wenn Sie unabhängige Gedanken kundtun oder die falsche Partei wählen. Das Umstürzende dieses Systems liegt deshalb nicht im Geld selbst, sondern in dem Menschenbild, das es fördert. Und das nahezu hegemonial unsere Politik beherrscht. 

Schwarze Magie im Bundeshaushalt

Friedrich Merz ist der bisher extremste Fiat-Kanzler. Früher stand Merz für schwarze Zahlen, heute steht er für schwarze Magie im Bundeshaushalt: Man schreibt „500 Milliarden“ auf Papier, murmelt „Infrastruktur“, und plötzlich ist die Schuldenbremse nur noch ein nostalgischer Nierentisch aus dem Büro von Ludwig Erhard. Der Fiat-Kanzler hat verstanden, dass in einem Geldsystem, dessen Wert durch eine Presserklärung garantiert wird, auch die Verantwortung durch Umbenennung verschwinden kann. 

Seine Vorgänger waren ebenfalls Fiat-Kanzler, aber alle hofften noch, dass alle anderen weiter hoffen. Bedauerlicherweise hofft jetzt fast keiner mehr. Zumindest nicht auf Friedrich Merz, die Umfragen sind ein Massaker. Des Kanzlers Aussagen haben inzwischen die Haltbarkeit eines Karamellsouflés. Ein Soufflé hält meist nur wenige Minuten seine volle Höhe – oft etwa 5 bis 10 Minuten, manchmal etwas länger, wenn es sehr stabil gebacken ist. Danach fällt es sichtbar zusammen. Es fällt so schnell zusammen, weil seine Höhe hauptsächlich aus heißer Luft und Wasserdampf entsteht. 

Wir erinnern uns, wie Friedrich Merz im Weißen Haus brav Männchen machte, um dann am Montag letzter Woche vor Schülern in einem Gymnasium im Sauerland den dicken Max zu machen und Trump in Sachen Iran von hinten ins Knie zu schießen („Die Amerikaner haben offensichtlich keine Strategie“). Der US-Präsident revanchierte sich mit der Bemerkung, Merz möge erst einmal „sein kaputtes Land in Ordnung bringen“, was der gemeine Deutsche durchaus nachvollziehen kann. Gestern kündigte das Pentagon den Abzug von 5.000 US Soldaten aus Deutschland an. Trump und sein Stab haben bekanntermaßen ein Gedächtnis wie eine Elefantenherde. Das ist eine eher langfristige Erscheinung, die dazu führt, dass Friedrich Merz eher eine kurzfristige Erscheinung sein wird. Oder wie der alte Seneca es so schön formuliert hat: “Das größte aller Übel ist, aus der Zahl der Lebenden zu scheiden, ehe man stirbt”.

Fiatgeld hat so nicht nur wirtschaftliche Folgen

Ökonomen sprechen in diesem Zusammenhang von Zeitpräferenz. Wie stark bevorzugt jemand sofortigen Nutzen heute gegenüber größerem Nutzen in der Zukunft? Das fängt damit an, kurzfristig einfach mal die Klappe zu halten.

Deutschland war nach dem Krieg recht gut darin, durch kurzfristigen Verzicht langfristig erfolgreich zu sein. Es wurde mit den Löhnen Maß gehalten und in eine hervorragende Infrastruktur investiert, Straßen, Bahnstrecken, Flughäfen, Brücken, öffentliche Einrichtungen, Schulen, Kraftwerke. Heute ist das alles im Verfall oder wird – wie die Kernkraftwerke – mutwillig zerstört. Werner von Siemens sagte einmal: „Für augenblicklichen Gewinn verkaufe ich die Zukunft nicht.“ Die heutige Politik praktiziert das genaue Gegenteil. Egal ob es um Donald Trump geht oder um ein Kernkraftwerk. Um kurzfristige Pluspunkte in Meinungsumfragen zu ergattern oder sich bei linken Ideologen anzuschleimen, wird die Zukunft ruiniert. Und das funktioniert nur, weil die Herrschaften mit Fiatgeld um sich werfen können, wie die Mainzer Fastnachtsprinzen mit Kamellen beim Rosenmontags-Umzug.

Naturgemäß ist das Ganze ansteckend und befällt auch viele Nicht-Politiker. Der alte, zivilisatorische Typ mit niedriger Zeitpräferenz sagte: „Ich verzichte heute, damit morgen etwas Größeres entstehen kann.“ Der neue Fiat-Mensch sagt: „Ich gönne mir jetzt sofort einen Urlaub auf Pump, denn morgen kostet er vermutlich 12 Prozent mehr.“ Sparen wird zur Idiotie, Vorsorge zur Liebhaberei, Geduld zum Standortnachteil. Der Fiat-Mensch fragt nicht mehr: „Was kann ich schaffen, das bleibt?“ Er fragt: „Was kann ich kaufen, bevor es teurer wird?“

Alles muss sofort verfügbar, schnell rentabel und kurzlebig konsumierbar sein. Häuser, Beziehungen, Abschlüsse, politische Programme, Ernährung, Forschung – nichts soll mehr reifen. Alles wird kürzer. Kürzere Beziehungen. Kürzere Produktlebenszyklen. Kürzere Aufmerksamkeit. Kürzere politische Versprechen. Kürzere Lebenspläne. Kürzere Gebäudelebensdauer. Kürzere Geduld. Kürzere Wahrheit. Wer heute einen Baum pflanzt, der erst in fünfzig Jahren Früchte trägt, gilt nicht als weitsichtig, sondern als schrullig, wenn nicht gar verdächtig. Fiatgeld macht was mit uns.

Früher bauten Menschen Kathedralen, Pyramiden oder meißelten gigantische Figuren in den Granit. Aber so hoch muss man gar nicht hinaus. Um ein viel profaneres Beispiel zu nennen: Mit einer langfristigen Denkweise ausgestattete Ingenieure konstruierten den Mercedes Typ W 123 (1976) und später den W 124 (1993). Sie sind unkaputtbar und erreichen Laufleistungen von bis zu einer Million Kilometer. In vielen Ländern sind sie heute noch im Dienst und das Symbol für robuste, langlebige Technik an und für sich. Von diesem Erbe zehren die windigen Geschäftemacher, die in Untertürkheim heute auf dem Chefsessel sitzen, immer noch. Aber sie liefern nichts mehr Dauerhaftes nach, nur noch viel Blingbling.

Menschen (und Ingenieure) dachten einmal in Generationen. Aktuell denken sie in Quartalszahlen, TikTok-Aufmerksamkeitsspannen und Nullprozent-Finanzierungen für Massagesessel aus Kunstleder von Alibaba. Bei mir in der Nähe ist vor nicht allzu langer Zeit ein Neubau-Viertel („modernes Wohnkonzepte mit urbanem Charakter“) entstanden, dessen Außenfassade nach ein paar Wintern so aussieht, als wäre es Gaza-City. Der Augsburger Dom, ein paar Kilometer Luftlinie entfernt, steht nach fast 1.000 Jahren immer noch imposant da, gewissermaßen als steinernes Geschichtsbuch. Darum herum verwandelt sich die Stadt in ein begehbares Abschreibungsmodell. 

Der Kitt zwischen CDU und SPD besteht nur noch aus Fiatgeld

Wenn Geld morgen weniger wert ist als heute, dann ist langfristiges Denken natürlich nur noch etwas für Exzentriker, Ewiggestrige  und Verrückte, die eine Million Kilometer mit dem gleichen Auto fahren. Oder auch in 26 Jahren um die Welt. Langfristig denken, ist sowas von „old school“. Wer sich das gegenwärtige Regierungsprogramm und ihr Handeln ansieht, dem zieht in allen Bereichen der unangenehme Geruch des Fiatgeldes in die Nase. Man könnte die Folgen auch Fiat-Panik nennen. Eine regelrechte Schulden-Stampede ist im Gange, der Begriff kommt aus dem Tierreich und beschreibt ursprünglich eine Massenpanik von Rindviechern. Der einzige Kitt, der die an der Macht befindlichen Parteien noch zusammenhält, ist das Fiatgeld. Und es wirkt sich in nahezu allen Bereichen aus.

Einst bauten Gesellschaften Gebäude, die Jahrhunderte überdauern sollten. Heute errichten sie Renditecontainer mit Wärmedämmverbundsystem, in denen niemand wohnen, sondern nur „Fläche effizient nutzen“ soll. Schönheit gilt als elitär, Dauerhaftigkeit als unwirtschaftlich und Ornament als moralisch verdächtig. Bevor man die Dinger vererben kann, werden sie dann eingestampft. Oder – wie im Moment – gar nicht erst gebaut. Was das Problem mit der Erbschaftssteuer bereinigt. Die soll nämlich alle jene bestrafen, die über die eigene Lebensspanne hinaus denken und bleibende Werte schaffen wollen.

Warum sich mit stockkonservativer Landwirtschaft, dem Klassiker der Zeit-Präferenz, aufhalten, die kann weg. Bauern finden ohnehin keinen Nachfolger mehr für ihren Hof und schädigen das Klima. Außerdem: Wer will seine Arbeit schon von EU-Drohnen überwachen lassen? Fiat-Geld schafft Fiatfood: Nahrung ohne Nährwert, Sättigung ohne Substanz, Geschmack ohne Herkunft. Industrielle Pampe aus Insekten als Weltrettung. Statt den Bauern das Leben und die Produktion heimischer Nahrungsmittel wieder leichter zu machen, doktert man an Fiatfood und den Folgen schlechter Ernährung rum. Dafür gibt’s Medikamente, Apps, Diätprogramme und staatliche Aufklärungskampagnen. Und natürlich die Zuckersteuer.

Vergeblich werden Leute gesucht, die einen Wasserhahn reparieren können

Doch nicht nur die bäuerliche Familie hat ausgedient. Kinder galten ursprünglich als Zukunft, Vermächtnis, Weitergabe von Werten. In einer Welt, in der Wohnen, Energie, Bildung und Tomaten gleichzeitig teurer werden, ist der Entschluss zur Elternschaft ein Risiko. Kinder sind heute keine Herzensentscheidung mehr, sondern ein Kostenfaktor mit ungewisser Rendite und schlechter Work-Life-Balance. Kinder sind in einer Fiat-Ökonomie nicht mehr Zukunft, sondern ein teures Infrastrukturprojekt mit Schlafentzug. Elternschaft verlangt niedrige Zeitpräferenz – also genau jene Tugend, die man systematisch aus den Deutschen herausinflationiert hat, indem gleichzeitig der Wert des Geldes, die Stabilität der Familie und der Wohnungsmarkt ruiniert wurde. Also investiert die stattdessen lieber in Selbstoptimierung oder einen Hund mit LED-Rücklicht.

Die Bildung hat es ebenfalls voll erwischt. Im vorigen Jahrhundert glaubte man noch, Bildung befördere den Charakter, Erkenntnis und echte Fähigkeiten. Heute wissen wir: Universitäten produzieren Absolventen mit moralisch aufgeladenen, arbeitsmarktfernen Zertifikaten. Die moderne Universität ist die Fiatgeld-Fabrik der Seele: Sie druckt Titel, so wie Zentralbanken Geld drucken. Immer mehr Abschlüsse sind immer weniger wert. Inflation eben. Statt Wissen gibt es Haltung, statt Urteilskraft verbreitet sich Verwaltungsdeutsch (oder noch schlimmer Verwaltungsenglisch, beziehungsweise internationaler Gender-Gaga). Satt handfester Kompetenz gibt es interdisziplinäre Seminare zur narrativen Resilienz im postmateriellen Übergang. Und das vollkommen unabhängig von der Tatsache, das keine Schwätzer, sondern Leute gesucht werden, die einen Staudamm bauen oder einen Wasserhahn reparieren können.

Die aktuelle Wissenschaft wird nicht von Erkenntnisdrang, sondern von Fiat-Geld angetrieben. Wer braucht schon geduldige, ergebnisoffene Forschung, wenn man mit der richtigen Mischung aus Alarm, Antragssprache und staatlicher Förderlogik viel zuverlässiger Karriere machen kann? Solide Erkenntnis ist mühsam. Panik ist skalierbar. Wer Katastrophenprognosen liefert, Rettungsprogramme fordert und daraus den Bedarf weiterer Finanzierung ableitet, hat zumindest den monetären Zeitgeist  verstanden, wenn auch sonst nix. Falsifizierbarkeit ist hübsch, aber Drittmittel sind real. Es lebe die Klimaforschung. Und der Ursprung des Corona-Virus.

Und dann natürlich der Krieg. Fiatgeld hat hier der Zivilisation einen kaum zu überschätzenden Dienst erwiesen. Früher mussten Staaten Kriege über Steuern oder sichtbare Opfer finanzieren. Das war unerquicklich, weil Bürger bei unmittelbarer Belastung oft pazifistische Anwandlungen entwickelten. Heute ist man weiter. Die Kosten lassen sich elegant in Schulden, Inflation und Kaufkraftverlust einnebeln – und sterben tun andere. So kann der Bürger moralisch erhitzt den nächsten Auslandseinsatz seiner Steuermilliarden beklatschen, ohne dass ihm am selben Tag jemand direkt das Portemonnaie ausräumt. Die Rechnung kommt später, schleichend, unpersönlich und breit verteilt – also genau so, wie Friedrich Merz und Ursula von der Leyen es gerade vorführen.

Unsere Großeltern hinterließen  den Nachkommen ein Haus, ein Handwerk, eine Ordnung, vielleicht sogar eine Kathedrale. Ein Land geht den Bach runter, wenn niemand mehr bereit ist, für etwas zu arbeiten, das er selbst nicht konsumieren kann oder erleben wird. Ein Land stirbt, wenn Opferbereitschaft lächerlich wird, Familie unpraktisch, Schönheit unrentabel, Wahrheit förderabhängig und Sparen dumm. Sie stirbt, wenn alles sofort sein muss, weil niemand mehr daran glaubt, dass morgen stabil genug ist, um dafür heute zu verzichten.  

Von ganz anderem Kaliber war beispielsweise der Unternehmer Ernst Sachs, der es vom Feinmechaniker zum Großunternehmer brachte. Der Schwabe und seine Fichtel & Sachs AG überlebten dank langfristigem Denken sogar die Weltwirtschaftskrise von 1929 und hinterließ obendrein eine Reihe sozialer Einrichtungen, darunter das wegen seiner modernen Architektur viel gelobte Ernst Sachs-Bad in Schweinfurth, das inzwischen zur Kunsthalle umfunktioniert wurde. Außerdem verdanken die Fahrradfahrer dieser Welt ihm eine lebensrettende Erfindung: den Rücktritt. Vielleicht könnten sich Friedrich Merz und die Seinen zumindest in dieser Hinsicht an einem großen Vorbild der Wirtschaftsgeschichte orientieren.

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