Deutschland

Die Israel-Lobby in Deutschland: Ist die AfD eine zionistische Partei?

Die Israel-Lobby in Deutschland: Ist die AfD eine zionistische Partei?
Im Bund mit dem Teufel?AfD-Parteichefin Frauke Petry

Die provokante und aufrichtige Rede des Thüringer AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke in Dresden nahmen nicht nur etablierte Medien und Politiker zum Anlass, um kräftig die Antisemitismus- und Nazi Keule zu schwingen. Auch AfD-Chefin Frauke Petry und ihr Ehemann Marcus Pretzell, Chef des Landesverbandes in Nordrhein-Westfalen, teilten kräftig aus. In einem Gastartikel redet Dr. Wolfgang Gedeon, Landtagsabgeordneter in Baden Württemberg, jetzt Klartext. Er wirft großen Teilen der Alternative für Deutschland vor, sich bewusst pro-zionistisch positioniert zu haben.

von Dr. Wolfgang Gedeon

Die AfD wurde bekanntlich im Februar 2013 unter Federführung von Bernd Lucke gegründet. Charakteristisch an dieser Gründung war ein durchaus authentischer Idealismus, gepaart mit einer ausgeprägten programmatischen Naivität. Als im Januar 2014 Olaf Henkel in die AfD eintrat und dort sofort einen dominanten Einfluss entfalten konnte, schwanden Idealismus und Naivität zunehmend zugunsten einer forcierten Ausrichtung der AfD auf das globalistische amerikanisch-westliche System. Da diese Ausrichtung nicht der Grundhaltung der meisten AfD-Mitglieder entsprach, wurden Lucke und Henkel konsequenterweise im Juli 2015 auf einem Parteitag in Essen in die Wüste geschickt.

Die Entthronung wurde allerdings nicht sehr politisch, sondern eher psychologisch, nämlich antiautoritär begründet: „Gutsherrenart“, „selbstherrlicher Führungsstil“ u. ä. – so lauteten die Vorwürfe. Amerikanismus, Transatlantizismus und Russland-Sanktionen spielten eine Nebenrolle. Es wurden dann viele unbekannte Leute in den Bundesvorstand gewählt. Auch Frauke Petry war damals ein politisch unbeschriebenes Blatt, das zwei Jahre lang profillos neben Bernd Lucke her lief. Die politische Unbestimmtheit des neuen Bundesvorstands eröffnete zunächst Möglichkeiten für eine programmatische Weiterentwicklung der Partei, vor allem im Hinblick auf die Zuwanderungs-, die Islam- und auch die EU-Frage. Personell war der neue Bundesvorstand freilich nicht besser als der alte. Die sich schon bald stark entwickelnden Differenzen – am bekanntesten der Zwist zwischen Petry und Meuthen – blieben im Persönlich-Emotionalen stecken und erreichten nirgendwo die Ebene einer politischen Auseinandersetzung. Die Entwicklung von Netzwerk-Absprachen und -Manipulationen, worin sich vor allem Frau Petry hervortat, ersetzte zunehmend die innerparteilichdemokratische Diskussionskultur. Das am 1. Mai 2016 in Stuttgart verabschiedete Parteiprogramm war an der Parteibasis kaum und in den verschiedenen Fachausschüssen auch nur im jeweiligen Detail diskutiert worden. Weite Passagen des Programms wurden ohne jegliche Diskussion verabschiedet und die Diskussion über die NATO vom Bundesvorstand (Gauland, Pazderski) im entscheidenden Punkt abgewürgt. Die Antisemitismus-Israel-Frage wurde nicht thematisiert, sondern tabuisiert.

Dies rächte sich bald. Die politische Klasse und ihre medialen Wasserträger erkannten die Schwachstelle und inszenierten einige Wochen nach dem Parteitag eine Kampagne gegen mich und meine Bücher, um die sich vorher kein Mensch gekümmert hat. Man warf mir „