Deutschland

Kiesewetter verlangt bedingungslose Kapitulation Russlands

Kiesewetter verlangt bedingungslose Kapitulation Russlands
Immer weniger Unterschiede zur antirussischen Rhetorik des Dritten Reichs zeigt der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter.

Dass Roderich Kiesewetter nicht mehr alle Haken am Kreuz hat, ist hinlänglich bekannt. Die neueste Forderung des CDU-Außenpolitikers dürfte die ohnehin schwer belasteten Beziehungen zu Russland nun endgültig vergiften. Er verlangt tatsächlich die bedingungslose Kapitulation der russischen Armee.

von Wladislaw Sankin

Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter will Europa retten. Dafür müsse aber Russland sterben – als Staat, den er am Ende seines Beitrags beim Online-Magazin Focus als zivilisationsverachtend, imperialistisch, kolonialistisch und kriegslüstern bezeichnet. Auch für die Russen selbst wäre das laut Kiesewetter ein großer Gewinn, der ihnen die Rückkehr in “zivilisierte, friedliche und freie Gesellschaften” ermögliche. Seinem Gastbeitrag, den der Politiker gemeinsam mit der Sozialwissenschaftlerin Susann Worschech verfasst hat, gab er den Titel: “Europa muss auf die Kapitulation Russlands hinarbeiten”.

Zu Beginn zeichnet er die derzeitige Lage für Europa als äußerst bedrohlich. Sollte Russland in der Ukraine gewinnen, würde dies dort jahrelangen Partisanenkrieg, Gewalt und Bürgerkrieg auslösen, die sich rasch auf Europa ausweiten könnten.

“Es wäre eine Kapitulation Europas, unserer gemeinsamen Freiheit und Demokratie. Fortan würden in Europa Grenzen durch Gewalt verschoben und das Recht des Stärkeren etabliert – die russische Einflusszone würde sich ausbreiten, die NATO wäre am Ende.”

Um das zu verhindern, müssten die Europäer alles daran setzen, dass dieses Schicksal nicht sie, sondern Russland ereilt. Um zu begründen, warum dies auch für Russland der beste Weg sei, bemüht der Politiker eine geschichtliche Reminiszenz – die bedingungslose Kapitulation Nazideutschlands am 8. Mai 1945. Die “Kapitulation Deutschlands” habe ein “Fenster zur Freiheit” geöffnet und neben wirtschaftlicher sowie politischer Entwicklung auch die Rückkehr in die “Gemeinschaft zivilisierter Staaten” ermöglicht.

“Rückblickend lässt sich sagen: Die Kapitulation war das Beste, was Deutschland passieren konnte. Wie eine Katharsis ermöglichte sie die Rückkehr in die Gemeinschaft zivilisierter Nationen – aus Befreiung wurde Freiheit.”

Nun zeichnet er das Bild eines Russlands in desolatem Zustand. Dieses sei ein Terrorstaat, der selbst bei wirtschaftlicher Schwäche nicht von seinem imperialen Vernichtungswillen ablasse. Russland sei totalitär und nicht zu einem F