Seit mehr als einem Jahrzehnt ist Bill Gates’ Stiftung in Indien tätig. 2021 hat sie 363 Zuschüsse im Land vergeben. Den Glauben an die Wohltätigkeit des Mäzens scheint dies nicht zu stärken: Bei Protesten brannte sein Bildnis, zehntausende Menschen fordern zudem seine Verhaftung.
von Manfred Ulex
Laut der Website der Bill & Melinda Gates Foundation (BMGF) arbeitet diese seit über einem Jahrzehnt in Indien und konzentriert sich dabei auf die “am meisten gefährdeten Gemeinden” des Landes. Während dieser langjährigen Tätigkeit, die mit einer HIV-Präventionsinitiative begonnen habe, wurde die Arbeit demnach auf eine Reihe sinnvoll klingender Gebiete ausgeweitet:
“Mit dem Ziel, das Leben von Millionen von Menschen in Indien zu verbessern, arbeiten wir in Zusammenarbeit mit der indischen Regierung und anderen Partnern an verschiedenen Themen, von der Gesundheitsversorgung und der Abwasserentsorgung bis hin zur Gleichstellung der Geschlechter, der landwirtschaftlichen Entwicklung und der finanziellen Stärkung der am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppen.”
Doch in dem Land scheint das Bild des mehrfach für seine vorbildliche Philanthropie ausgezeichneten US-amerikanischen Milliardärs Bill Gates und seiner Stiftung von diesem Bild des durch selbstlose Generosität motivierten Mäzens stark abzuweichen. So erlebte die Forderung nach dessen Inhaftierung im vergangenen Monat erneut einen Aufschwung, wie The Diplomat berichtet.
Demnach haben Zehntausende Menschen die Behörden in dem südasiatischen Land als Teil einer Kampagne unter dem Hashtag #ArrestBillGates aufgerufen, die BMGF und Gates wegen der Durchfü









