Einseitigkeit, Regierungsnähe, Russlandhetze, Trump-Bashing, CO2-Wahn, geziele Falschmeldungen, Nachrichtenunterdrückung sind angeblich nicht der Grund für den dramatischen Auflagenschwund der Presse. Vize-Chefredakteur der B.Z.: „Die Menschen rauchen weniger und gehen deshalb nicht mehr so oft zum Kiosk.“
Der durchschnittliche deutsche Lügen- oder Lückenpresseredakteur dürfte nicht wissen, wer oder was „Svenska Cellulosa“ ist. Dabei hat dieses schwedische Unternehmen sehr viel mit seinem Produkt zu tun, ja es ist sogar für die Zeitungsherstellung unentbehrlich. „Svenska Cellulosa“ ist nämlich der größte Hersteller von Zeitungspapier in Europa. Und in diesem Segment gehen die Geschäfte des sonst erfolgreichen schwedischen Konzerns („Tempo“-Taschentücher) ziemlich schlecht.
Das Unternehmen meldete in seiner kürzlich vorgestellten Bilanz für 2016, dass die Auslieferung von Zeitungspapier um elf Prozent zurückgegangen sei. Da die Umfänge der Zeitungen schon vor Jahren auf Minimum geschrumpft sind, kann man getrost davon ausgehen, dass die Daten von „Svenska Cellulosa“ zeigen, dass es massive Auflagenverluste in Deutschland und Europa gibt.
Nachdem wir uns schon mit dem nationalen deutschen Zeitungsmarkt und seinem erfreulichen Schrumpfen befasst hatten, soll hier ein Blick auf die Entwicklung der Regionalpresse und besonders auf den einst heiß umkämpften Zeitungsmarkt der Hauptstadt Berlin geworfen werden. Hier „kämpft“ nur noch der Tagesspiegel, der angeblich bei der Auflage zugelegt haben will.
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