Meinung

Karl Lauterbach – ein Fall für die Klapsmühle?

Karl Lauterbach – ein Fall für die Klapsmühle?
Freiheitsfeind, Impf-Fetischist und Corona-Tyrann in Personalunion: Gesundheitsminister Karl Lauterbach

Es geht hier um die Frage, ob bei unserem Gesundheitsminister bestimmte, deutlich akzentuierte Persönlichkeitszüge vorliegen. Ob dabei die Kriterien für eine Störung der Persönlichkeit im psychiatrischen Sinne erfüllt sind, muss offenbleiben. Dem Leser steht es natürlich frei, sich selbst ein Urteil zu bilden.

von Prof. Dr. Wolfgang Meins

Politik wird durch individuelle Persönlichkeiten gestaltet. Die handelnden Personen wiederum werden durch die strukturellen Vorgaben des politischen Systems und dessen Regeln geleitet oder auch begrenzt. Dennoch bleibt z.B. Ministern bei der Ausübung ihrer Tätigkeit viel Spielraum. Einige verstehen es, den positiv auszunutzen. Andere dagegen sind damit überfordert – nicht selten wegen ihrer speziellen Persönlichkeit. Anschauungsunterricht dafür bietet seit geraumer Zeit der gegenwärtige Gesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach.

Persönlichkeit und Politik

In der akademischen Psychologie und ihren über 30 Hauptgebieten wird nahezu alles und jedes Menschliche beforscht. Darunter natürlich auch die Politik und, etwas spezieller, der Zusammenhang von Persönlichkeitseigenschaften und politischem Erfolg. Zumindest bevor es möglich wurde, mit Hilfe einer Quote in die oberen Politikersphären zu gelangen, galten Selbstdisziplin und Beharrlichkeit als unbedingte Voraussetzung. Am günstigsten sei zudem ein nur grenzwertig überdurchschnittlicher IQ, zu viel scheint hier ebenso zu schaden wie zu wenig. Für den weiteren Weg nach oben seien hilfreich Offenheit für Neues und eine hohe Anpassungsfähigkeit an den rasanten gesellschaftlichen Wandel in Verbindung mit der Neigung, auch Risiken einzugehen.

In Bezug auf die Persönlichkeit beschäftigt sich die Psychologie in erster Linie mit den Ursachen, Variationen und Konsequenzen des Normalen, die Psychiatrie dagegen mit dem Krankhaften, hier also den verschiedenen Persönlichkeitsstörungen – etwa ängstlicher, narzisstischer oder auch zwanghafter Art. Bei den meisten Störungen dieser Art ist der Übergang von noch normal zu krankhaft fließend. Wenn bestimmte Persönlichkeitszüge in bedeutsamer Weise im privaten und/oder beruflichen Bereich unflexibel und unangepasst sind und in relevanter Weise zu Funktionsbeeinträchtigungen oder subjektivem Leiden führen, sind nach den gängigen Kriterien die wesentlichen Voraussetzungen für eine Persönlichkeitsstörung erfüllt.

Eine schwierige Grenzziehung

Der Leser wird erahnen, dass die Grenze zwischen normal und gestört hier schwieriger zu ziehen ist als etwa zwischen nüchtern und sturzbetrunken, normal oder akut wahnhaft. Deshalb eignen sich Persönlichkeitsstörungen auch eher nicht für Ferndiagnosen, eine gewisse Zurückhaltung ist hier aus fachlicher Sicht also geboten. Es kann im Folgenden also nur um die Frage gehen, ob bei unserem Gesundheitsminister bestimmte, deutlich akzentuierte Persönlichkeitszüge vorliegen. Ob dabei die Kriterien für eine Störung der Persönlichkeit im psychiatrischen Sinne erfüllt sind oder nicht, muss offenbleiben. Dem Leser steht es natürlich frei, sich diesbezüglich selbst ein Urteil zu bilden. Näheres zur Problematik von Ferndiagnosen bei (z.B.) Politikern findet sich in diesem Artikel.

Ein bestimmter Verdacht drängt sich auf

Bei dem hier zur Diskussion stehenden 59-jährigen Mediziner und Gesundheitsökonomen Lauterbach – seit immerhin 2005 für die SPD im Bundestag – drängt sich zumindest für den psychiatrisch Vorbelasteten eine bestimmte Frage geradezu auf: Liegt hier eine Zwangsproblematik vor? Dementsprechend geht es im Folgenden um die Überprüfung dieses Bauchgefühls. Hilfreich zur Seite stehen dem Autor – der im Übrigen verantwortlich ist für d