Nach dem ominösen Fund einer Drohne samt Sprengstoff unweit einer Frachtmaschine mit Flugziel Ukraine auf dem Flughafen Leipzig/Halle mutmaßen deutsche Politiker über ein “hybrides Anschlagsszenario”. Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter will sogar eine Bedrohungs- und Angriffslage nach NATO-Artikel 4 ausrufen.
von Manfred Ulex
Der gestrige Fund einer laut Sicherheitskreisen mit “Sprengstoff präparierten” Drohne samt mutmaßlichem Sprengsatz auf dem Gelände des Flughafens Leipzig/Halle veranlasste Medien und Politik umgehend zu umfangreichen Spekulationen über Herkunft und mögliche Hintergründe. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter mahnt, dass “unsere Gesellschaft” vor dem “kognitiven Krieg Russlands geschützt” werden müsse.
Nach Bekanntwerden, dass das Fluggerät in der Nähe mehrerer Frachtflugzeuge mit Flugziel Ukraine entdeckt wurde, lauten unter anderem die Mutmaßungen auf einen “Anschlag, der auf hochprofessionelle Täter zurückgeht”, so Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) auf einer Pressekonferenz in Leipzig.
Das mediale Bild der Ereignisse in der Nacht zum Mittwoch liefert laut den Berichten weiterhin unterschiedliche Details. Die Welt (Bezahlschranke) berichtet, dass “das tief fliegende Fluggerät von einem Busfahrer, der eine intern geführte Bustour des Flughafens leitete, zu Boden gebracht” wurde. Die Zeit ergänzt unter Berufung auf ihr vorliegende Informationen, dass wiederum “eine Touristengruppe die Drohne in der Nähe eines Flugzeugs entdeckte, welches offenbar zur ukrainischen Luftwaffe gehört”.
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