Deutschland

Paktiert die abtrünnige AfD-Chefin heimlich mit Merkel? Darum will Petry die AfD zerstören

Paktiert die abtrünnige AfD-Chefin heimlich mit Merkel? Darum will Petry die AfD zerstören
Frauke Petry und Angela Merkel

Frauke Petry und die AfD haben miteinander gebrochen. Endgültig. Da ist nichts mehr zu kitten. Warum nur, fragen sich nicht nur AfD-Mitglieder, warum geht diese vielleicht ambitionierteste und ruchloseste AfD-Politikerin? Warum kehrt sie der Partei den Rücken, die sie doch noch zu Beginn des Jahres mit aller Gewalt an sich reißen wollte und die für sie schnell mehr geworden war als nur die politische Heimat?

Die AfD war ihr machtpolitisches Lustobjekt, ihr Quell berauschender, nicht nur politischer Leidenschaft, und sie ließ sich mit Haut und Haar ein auf dieses Spiel aus Verführung und Hingabe. Die AfD lieferte den Grund des Scheiterns ihrer ersten Ehe und ist untrennbar verbunden mit der Geburt ihres jüngsten Sohnes. Ist es zuviel gesagt, dass Frauke Petry der AfD ein Kind geboren hat? Bestimmt. Aber es wäre ohne die durch die AfD bewirkten Umstände halt nie auf die Welt gekommen, und Frauke Petry wäre heute wohl noch immer die Frau eines ernsthaften konservativen Pfarrers. Petry hat der AfD sicher viel abverlangt, aber sie hat sich ihr auch vollends ausgeliefert.

Eine den Hofstaat verachtende Königin

Niemand in der Alternative hat sich so abgerackert wie sie. Statt bei Mann und Kindern war sie immerzu auf Achse. Jeden Abend gab sie die Frauke-Show in einem anderen Kreisverband, auf einer x-beliebigen Provinzbühne. Während Parteigründer Bernd Lucke in Talk-Shows die Gesprächspartner als Besserwisser nervte, sammelte sie an der Basis Gefolgsleute – und auch etwas Nestwärme.

Nach etwa einem Jahr hatte sie den Westen hinter sich, den Osten halbwegs – und Bernd Lucke war Geschichte, ehe er überhaupt begriff, wie ihm geschah. Mit Alexander Gauland und Björn Höcke inszenierte sie Luckes Hinrichtung vor den Augen der Öffentlichkeit in der prallgefüllten Halle des Essener Parteitages. Gauland ließ dabei gleich auch noch seinen alten Freund Konrad Adam mit über die Klinge springen. Es war ein schauriges Schauspiel. Der tobenden Menge jedoch gefiel es.

Was immer Gauland und Höcke als Gegenleistung erwartet haben mögen – am Ende erhielten sie gar nichts. Frauke Petry scherte sich einfach nicht mehr um die beiden. Ebenso wenig wie um den Rest ihres Hofstaats aus Bundesvorstand und Landesvorsitzenden. Sie war jetzt Königin, süchtig nach Glamour, den sie auf dem Bundespresseball und in der „Bunte“ suchte, in der Gegenwart von Marine Le Pen und Geerd Wilders. Sie jettete nach Israel, Österreich und Russland. Sie wollte es allen beweisen: