Am vergangenen Samstag errichtete die Gruppe „Bürger für Erfurt“ aus Protest gegen einen geplanten Moscheebau der Ahmadiyya-Sekte in Marbach, einem Ortsteil von Erfurt auf einem Nachbargrundstück ein zehn Meter hohes Holzkreuz. Das Kreuz wurde schon in der Nacht zu Sonntag wieder gewaltsam zu Fall gebracht. Daraufhin errichteten die Marbacher ein zweites vier Meter hohes Kreuz. Seither gehen die Wogen hoch. Die parteilose Ortsteilbürgermeistern Katrin Böhlke glaubt zu wissen, dass die Aktionsgruppe nicht für die Marbacher spräche, fürchtet seltsamerweise aber gleichzeitig, dies sei der Beginn eines heftigen Widerstandes gegen die islamische Landnahme. Unterstützung gegen das christliche Kreuz erhält sie von Ministerpräsident Bodo Ramelow (LINKE), dem evangelischen Regionalbischof für Eisenach-Erfurt, Propst Christian Stawenow und dem Marbacher Pfarrer Ricklef Münnich.
Die Gemeinde hatte klammheimlich beschlossen, dem Islam zum Bau einer Protz-Moschee inklusive Kuppel und Minarett ein Grundstück zu beschaffen. Eine Bürgerbeschwerde der angeblich einverstandenen Marbacher wurde abgelehnt. Da das Kreuz nicht gegen die Bauordnung verstößt und auf privatem Grund errichtet wurde, ist rechtlich kein Vorgehen dagegen möglich. Das wurde selbstredend sofort geprüft. Nun schaltet sich die Kirche ein und auch Thüringens linker Landeschef Bodo Ramelow zeigt einmal mehr, was er von Tradition hält.
Der für Marbach zuständige evangelische Pfarrer Ricklef Münnich erklärt gar kurzerhand das Kreuz der Protestler als nicht zum Christentum gehörig. So wie er das darstellt, ist das Kreuz offenbar ein Symbol, das nicht allen Gläubigen, sondern nur den Mitgliedern der christlichen Vereine gehört. Hier werde von Menschen, die sich der Kirche gar nicht zugehörig fühlten, versucht, auf der grünen Wiese einen Kulturkampf „Kreuz gegen Minarett“ auszurufen. Das sei Missbrauch eines christlichen Symbols, so der Pfarrer. Das Kreuz als Symbol ist das Symbol aller Gläubigen und nicht nur das jener, die sich dem herrschaftlichen Diktat von Kirchenfürsten unterordnen.
Auch der evangelische Regionalbischof für Eisenach-Erfurt, Propst Christian Stawenow, ebenso wie das katholische Bistum Erfurt sind der Ansicht, bestimmen zu können, welche Gläubigen die richtigen sind, und dass denen das Kreuz vorbehalten sei. Der Gruppe ihre Verbu









