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Uschis bunte Truppe: Wie viele Soldaten fühlen sich als Frau? Bundeswehr verteilt Gender-Fragebogen

Uschis bunte Truppe: Wie viele Soldaten fühlen sich als Frau? Bundeswehr verteilt Gender-Fragebogen
Transen bei der Truppe: Frau Oberstleutnant Anastasia Biefang ist eigentlich ein Mann.

Die Bundeswehr interessiert sich brennend für die sexuelle Orientierung ihrer Soldaten. Deswegen wird derzeit ein Fragebogen verteilt, in dem diese nach ihrer Geschechteridentität befragt werden. Von asexuell bis pansexuell, von Cis-Mnesch bis Trans*-Mensch ist darin alles enthalten.

von Felix Krautkrämer

Um in Erfahrung zu bringen, wie viele Soldaten sich als Mann fühlen und wie viele als Frau, wer sich keinem der beiden Geschlechter zugehörig empfindet, wer mit wem wie oft über Sexualität redet und wie viel Vielfalt der Truppe gut tut, hat der Psychologische Dienst der Bundeswehr nun im Auftrag des Verteidigungsministeriums einen Fragebogen an die Soldaten geschickt. Titel: „Bunt in der Bundeswehr? Ein Barometer der Vielfalt“.

In den Streitkräften leiste eine „Vielzahl an Talenten“ ihren Dienst, heißt es in der Begründung der anonymen Umfrage. Dieses enorme Potential wolle die Bundeswehr nutzen und allen Beschäftigten faire Chancen bieten, unabhängig von deren Geschlecht, ethnischer Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Identität und Orientierung. Vielfalt werde in der Bundeswehr nicht als Hindernis begriffen, sondern als Chance.

Verborgene Gefühle

Der Fragebogen beginnt daher mit Angaben zum biologischen Geschlecht der Teilnehmer, Alter, Dienstverhältnis und Truppenteil. Es folgen weitere Fragen zu möglichen Behinderungen, Religion und Weltanschauung. Nachdem das abgehakt ist, dreht sich die Befragung fast ausschließlich um die Themen sexuelle Orientierung (von asexuell bis pansexuell), Diversitätsklima und Inklusion. So wollen die Militärpsychologen unter anderem wissen, wie häufig der befragte Soldat mit seinen Führungskräften offen über seine Geschlechtsidentität spricht. Offen bleibt hingegen, wie sie sich eine solche Situation konkret vorstellen. Auf dem Truppenübungsplatz oder der Schießbahn?

– „Guten Morgen, Gefreiter XY? Wie geht’s Ihnen? Fühlen Sie sich heute als Mann oder als Frau?“
– „60:40, Herr Hauptmann, danke der Nachfrage!“

Oder doch eher nach Dienstschluß?

(klopf, klopf)

– „Herein!“
– „Gefreiter XY, melde mich in einer privaten Angelegenheit!“
– „Na, dann schießen Sie mal los, wo drückt denn der Schuh?“
– „Ich wollte mit Ihnen über meine sexuelle Orientierung sprechen, Herr Major!“
– „Prima, das sind Sie bei mir genau richtig, Gefreiter XY, unsere Stärke heißt Vielfalt!“

Doch damit nicht genug, der Psychologische Dienst der Bundeswehr möchte auch wissen, wie oft die Soldaten Kontakt zu Trans*-Menschen haben, wie oft sie ihre