Wer am vergangenen Montag abend die Pressekonferenz von Wladimir Putin mitverfolgen wollte, musste auf private Nachrichtenangebote ausweichen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk versagte – mal wieder! Dort liegt bereits eine kurzfristig anberaumte Sondersendung im Bereich des absolut Unmöglichen. Und das bei einem Budget von acht Milliarden Euro jährlich.
Nichts verdeutlicht die Weltfremdheit von öffentlich-rechtlichen Journalisten so sehr, wie öffentlich-rechtliche Journalisten. Jüngstes Beispiel: ZFD-Hauptstadtkorrespondentin Nicole Diekmann. Dienstag früh twitterte sie: „Wüten, der öffentlich-rechtliche Rundfunk solle nicht nach mehr Geld fragen – und dann wüten, weil der öffentlich-rechtliche Rundfunk keine Sondersendungen mal eben so aus der Hüfte stemmt.“
Damit spielte die 44jährige auf die Kritik zahlreicher Nutzer an den Öffentlich-Rechtlichen an, die die gestrige Pressekonferenz von Rußlands Staatschef Wladimir Putin zur Ukraine nicht übertragen hatten. Stattdessen mußten Zwangsgebührenzahler in Deutschland auf die werbefinanzierten Sender Welt und n-tv ausweichen.
Das Versagen hat Routine
Zugleich sorgten vor wenigen Tagen Nachrichten für berechtigte Aufregung, wonach den öffentlich-rechtlichen Sendern bis 2024 rund 600 Millionen Euro fehlten. Eine erneute Beitragserhöhung werde aber wahrscheinlich nicht nötig sein, teilte die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) mit. Wie gnädig. Dabei ist die jüngste Erhöhung auf 18,36 Euro pro Monat schon wieder mehr als ein halbes Jahr her.
Die deutschen Regierungen leisten sich den teuersten Rundfunkapparat der Welt. ARD, ZDF und Deutschlandradio stehen jährlich mehr als acht Milliarden Euro zur Verfügung. Mit dieser immensen Summe schaffen es die Rundfunkanstalten zwar regelmäß











